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Sponsoring Eintracht treibt die Internationalisierung voran

Vorstand Axel Hellmann sieht Eintracht Frankfurt auf internationalem Parkett bestens gerüstet. Der 45-Jährige stellt weitere Abschlüsse mit Übersee-Sponsoren in Aussicht.

Axel Hellmann
Axel Hellmann: „Der Hunger der US-Amerikaner nach deutschem Fußball ist sehr groß, viel größer als ich erwartet habe“ Foto: Imago

Axel Hellmann, der Außenminister der Eintracht, hat während seiner Tingeltour durch die Vereinigten Staaten das eine oder andere Mal sein Erstaunen nicht verbergen können. In der Zentrale des neuen Hauptsponsors Indeed in Austin, Texas, bereitete ihm das US-Unternehmen einen imposanten Empfang. „Das war faszinierend. Wie die auf Eintracht Frankfurt abfahren und mit welcher Intensität sie Partnerschaften leben, das hat mich gerührt und tief beeindruckt. Ich war echt platt.“

Zehn Unternehmen klappert der Eintracht-Vorstand in sieben Tagen ab, und was er bisher erlebt hat, das hat ihn manches Mal sogar sprachlos zurückgelassen. „Der Hunger der US-Amerikaner nach deutschem Fußball ist sehr groß, viel größer als ich erwartet habe“, sagt der 45-Jährige. Und auch der Traditionsklub aus dem Herzen von Europa spiele keine so unbedeutende Rolle. „Eintracht Frankfurt ist sehr bekannt, das hätte ich nicht gedacht. Wir dürfen uns nicht zu klein machen.“

Hellmann, der unter anderem den US-Softwareriesen Oracle besuchte, stellte weitere Abschlüsse mit Übersee-Sponsoren in Aussicht. „Der eine oder andere amerikanische Partner wird nach Indeed noch hinzukommen.“ Dabei fokussiere sich die Eintracht gar nicht nur auf den US-Markt. „Die Nachfrage aus China nach uns ist am größten.“

Doch eine Fernost-Reise ist derzeit nicht geplant, auch im Winter nicht, weil die Pause wegen der WM in Russland verkürzt ist und das erste Rückrundenspiel bereits am 12. Januar auf dem Programm steht. Hellmann betont, dass man nicht glauben solle, im Ausland schnelles Geld zu verdienen. „Wer den längsten Atem hat, wird auf Sicht das meiste verdienen.“

Wer einen Zielmarkt erobern will, das steht für ihn außer Frage, müsse aber präsent sein, und zwar mit den Bundesligafußballern. „Wir können keine besseren Botschafter schicken als unsere Profimannschaft, sie sind unsere Repräsentanten.“ Und die sind ganz freiwillig in die Staaten gereist, zumindest nicht auf Drängen des Marketing-Vorstands. Das stellt Hellmann klar und streicht heraus: „Es war der Wunsch des sportlichen Bereichs, zur Vorbereitung in die USA zu fahren. Und das finde ich wichtig und erstaunlich. Dass sich der Sport so eine Reise gewünscht hat, ist ein sehr gutes Zeichen.“

Premier League als Vorreiter

Das Argument, dass dieser Trip die Vorbereitung massiv störe, lässt Hellmann nicht gelten: „Trainingslager unter Niko Kovac sind immer anstrengend - egal, ob in Deutschland, den USA oder auf dem Mond.“ Natürlich habe man Reisestrapazen, aber man solle doch die Kirche im Dorf lassen: „Ich würde das nicht so hoch hängen, wir sollten nicht über Flugzeiten klagen. Das gehört zum Job.“ Die englische Premier League habe seit 25 Jahren „erheblichen Aufwand“ im Ausland betrieben. „Und es hat sich ausgezahlt.“ Die Premier League gilt als die weltweit am meisten beachtete Liga.

Auch die Eintracht habe sich auf die Fahne geschrieben, „internationale Auftritte für die Bundesliga durchzuführen und für sie zu werben“. Und gerade auf der anderen Seite des Atlantik habe „der Fußball Entwicklungspotenzial“, das man heben wolle. Mithelfen soll da auch Kai Römmelt als Generalrepräsentant der Eintracht, der „Kontakte knüpfen“ (Hellmann) und Türen öffnen soll.

Der Eintracht-Vorstand ist begeistert, wie professionell und innovativ die US-Unternehmen ihre Geschäfte vorantreiben, gerade in punkto Digitalisierung. „Da kommen wir hier an wie Schüler in der zweiten Klasse.“

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