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Sebastien Haller „Ich bin jemand, der sich oft hinterfragt“

Sebastien Haller legt einen Topstart in der Liga hin - und ist optimistisch für sein Team: „Wir haben uns stark verbessert. Die Belohnung wird bald folgen.“

Sebastien Haller
An allen vier Eintracht-Toren beteiligt: Sebastien Haller. Foto: Jan Huebner

Ziemlich genau 68 Minuten lang war er nicht zu sehen, absolvierte sein schlechtestes Spiel der Saison, dann schlug Sebastien Haller so zu, wie es ein Mittelstürmer machen sollte. Im Fallen schoss der Franzose von Eintracht Frankfurt den Ball volley zum zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Dortmund ins Netz. Bereits sein dritter Treffer in dieser Spielzeit, zudem steuerte Haller noch eine Vorlage in Freiburg bei und ist damit bisher an allen vier Frankfurter Saisontoren beteiligt gewesen. Beim Auslaufen nach der verdienten 1:3-Pleite gegen die Borussia am Freitagabend sprach der 24-Jährige über…

… die verpasste Chance auf Punkte in Dortmund: Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht. Wir wissen auch, dass eigentlich mehr drin war. Dortmund war nicht in allerbester Verfassung. Das Ergebnis spiegelt nicht unsere Leistung wieder. Nun müssen wir analysieren, warum wir verloren haben und es im nächsten Spiel besser machen.

… die Verfassung der Mannschaft nach zwei Niederlagen hintereinander: Wir werden nicht nervös. Beim 1:2 gegen Bremen waren wir über eine Stunde in Unterzahl. Dortmund hat aus wenigen Chancen drei Tore gemacht, das passiert. Wir werden deshalb nicht unser Selbstvertrauen verlieren. Zumal der BVB eine der besten Mannschaften in Deutschland ist. Spielerisch müssen wir sicher noch ein bisschen draufpacken. Aber ich sehe das positiv. Wir haben uns in den vergangenen Wochen stark verbessert. Die Belohnung wird schon bald folgen.

… die Gründe für seine Zuversicht: Wenn ich fünf Wochen zurückblicke und das mit heute vergleiche, ist es komplett unterschiedlich. Ich erkenne eine gute Einstellung innerhalb des Teams,  jeder will vorwärts kommen. Von Tag zu Tag wird es besser.

… seinen persönlich gelungenen Saisonstart: Insgesamt bin ich natürlich zufrieden mit der Entwicklung. Ich bin jemand, der sich oft hinterfragt und sich verbessern will. Ich fühle mich physisch und mental derzeit in einer sehr guten Verfassung. Aber die Erwartungen habe ich auch an mich. Vergangenes Jahr war das alles sehr herausfordernd – neues Land, neuer Klub, neues Team. Nun geht es mir noch besser und ich fühle mich insgesamt stärker.

… die anstehende Aufgabe in der Europa League am Donnerstag in Marseille: Für mich wird es das erste Spiel in einem europäischen Wettbewerb sein, da ist die Vorfreude natürlich riesig. Wir spielen gegen einen guten Gegner, der nicht umsonst zu den stärksten Mannschaften in Frankreich gehört. Wir müssen sehr fokussiert sein.

… den Zuschauerausschluss im Stade Vélodrome an der Côte d’Azur: Dass das Spiel ohne Fans stattfindet, darüber bin ich richtig enttäuscht. Jeder will in diesem tollen Stadion vor Fans spielen. Schade, dass deshalb auch meine Familie nicht zum Spiel kommen kann.

… das Ziel für das Spiel in Marseille: Wir spielen nicht für ein Unentschieden, wir wollen immer gewinnen. Wenn man von Anfang an nur auf einen Punkt spekuliert, wird das nicht gelingen.

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