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Sebastien Haller Er ist wieder da

Sebastien Haller prägt das Spiel der Eintracht gegen Freiburg entscheidend.

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt
Kommt und jubelt mit mir: Sebastien Haller. Foto: dpa

Es liegt schon eine lange Weile zurück, dass Sebastien Haller im FR-Klassenbuchan erster Stelle genannt worden ist. Da stehen die herausragenden Spieler, stehen Spieler, die eine Partie prägen, entscheidende Tore erzielen, ganz besonders auf sich aufmerksam machen. An diesem ersten Spieltag der 56. Bundesligasaison trifft all das auf den baumlangen Franzosen zu, er war jener Eintracht-Profi, der das Spiel bestimmte und letzten Endes auch entschied. Erst legte er in Freiburg dem Kollegen Nicolai Müller sehenswert per Hacke auf, so dass dieser zum 1:0 vollenden konnte, dann entschied Haller bei seinem einzigen Schuss aufs Tor die Partie: Mit einem satten Spannstoß erzielte er das siegbringende 2:0, den Treffer hatte er zuvor selbst initiiert.

Natürlich waren diese beiden Aktionen prägend. Aber auch sonst zählte der 24-Jährige nach langer Zeit mal wieder zu den besten Spielern, vor allem konnte er in dieser Partie eine seiner Kernkompetenzen ausspielen: das Bällefestmachen. Es gehört zu den schwierigen Dingen, die ein Angreifer zu verrichten hat. Mit dem Rücken zum Tor, ein, zwei Gegenspieler im Nacken, und dann kommt der Ball über 50, 60 Meter hoch angeflogen. Die Kugel dann so zu verarbeiten, sie in den eigenen Reihen zu behalten und nach Möglichkeit noch den Mitspieler einzusetzen, ist kein leichtes Unterfangen. In Freiburg war das Haller nahezu perfekt gelungen, er gewann als Stürmer erstaunliche 15 Zweikämpfe, zudem legte er die meisten Sprints und intensiven Läufe hin. Er störte den Freiburger Spielaufbau, ackerte für die Mannschaft.

Die Partie in Freiburg war womöglich sein bestes Spiel im Eintracht-Dress, gerade weil er dieses Mal mitspielte und nicht „nur“, wie in der Hinrunde der Vorsaison, Tore erzielte. Schon in dieser Woche hatte der Franzose appelliert, statt viel zu reden lieber mehr zu arbeiten. „Nach den letzten beiden Spielen war klar, dass von uns mehr kommen musste“, sagte er am Samstag am Flatterband. Er hat sich daran gehalten, die ganze Mannschaft hat sich daran gehalten. 

Stammplatz vorerst erobert

Die Leistung Hallers in Freiburg war auch deswegen so bemerkenswert und überraschend, weil dem Angreifer zuletzt arg wenig gelungen war, weder im Supercup noch im Pokal. Haller wirkte ungelenk, langsam, auch gedanklich. Er hatte kaum Szenen, kaum Torchancen, verstolperte vieles,  als er mal ins Tor traf, hatte er vorher im Abseits gestanden. Haller, im vergangenen Sommer für sieben Millionen Euro geholt, schien nahtlos an die schwache Rückrunde der vergangenen Saison anzuknüpfen. Auch da bekam er kaum ein Bein auf dem Boden, Tore erzielte er kaum noch, zwei im Januar, dann ein Abstaubertor beim 1:4 in München. Und er verlor seinen Stammplatz an Luka Jovic.

Den dürfte er sich fürs Erste nach dieser Leistung zurück geholt haben. „Es ist wichtig, mit einem Erfolg in die Saison zu gehen“, hat er gesagt. Er selbst hat viel dafür getan.

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