Lade Inhalte...

Sebastien Haller Cool versenkt

Eintracht-Neuzugang Sebastien Haller trifft erzielt sein erstes Bundesligator und ist erleichtert.

1. FC Köln - Eintracht Frankfurt
Ausgeguckt: Sebastien Haller schiebt den Ball vom Punkt rein. Foto: dpa

Es war wie eine Befreiung für Sebastien Haller, doch der Mann, der am Mittwoch mit seinem Elfmetertor einen historischen Sieg der Frankfurter in Köln besiegelte, blieb cool – wie bei seinem Schuss aus elf Metern: Kein überschwänglicher Jubel, kein Sprint in die Fankurve, nicht mal ein Lächeln vermochte sich der Franzose danach abzuringen. Das mag seine Art sein, sich über ein Tor zu freuen, es mag aber auch Ausdruck seiner großen Erleichterung sein, endlich für seinen neuen Arbeitgeber getroffen zu haben. Langsam, und das hat Sebastien Haller durchaus gespürt, war man im Umfeld schon ein wenig nervös geworden. Vier Bundesligaspiele ohne Tor, das ist nicht ohne, denn „Stürmer werden an ihren Toren gemessen“, hatte Sportvorstand Fredi Bobic gesagt, selbst einst Stürmer. Nun hat Sebastien Haller, der Sieben-Millionen-Mann, seine persönliche Torflaute beendet. „Dieses Tor habe ich gebraucht. Das ist perfekt“, sagte er nach dem Spiel. „Ein Tor zu schießen, ist immer ein gutes Gefühl – für mich und für die Mannschaft.“ Man kann es ihm nicht verdenken.

Den Elfmeter, durchaus umstritten, verwandelte Haller mit einer erstaunlichen Lässigkeit: Er guckte den Kölner Torwart Timo Horn regelrecht aus, wartete so lange, bis er sich für eine Ecke entschieden hatte und schob den Ball dann locker in die andere. Elfmeter kann der 1,90 Meter große Sturmtank, er war auch der vorgesehene Schütze. Gerangel, wer schießen würde, hatte es nicht gegeben: „Und wenn ein anderer geschossen hätte, wäre das auch in Ordnung gewesen“, sagte Haller. Doch das Elfmeterschießen gehört unzweifelhaft zur Kernkompetenz des neuen Mannes. Nervös vor dem Schuss sei er nicht gewesen, sagte er, „das ist einfach mein Job“. In den drei Jahren beim FC Utrecht hat er 16 Elfmeter verwandelt, nur einen einzigen hat er verschossen – und dieser Fehlschuss hätte fast dramatische Folgen gehabt: Es war sein letztes Spiel für Utrecht, es ging im Playoff-Spiel um den Einzug in die Europa League. Das erste Spiel hatte Utrecht gegen AZ Alkmaar 0:3 verloren, im zweiten stand es 3:0 für Utrecht, als es Elfmeter gab - den Haller verschoss. Seinen Patzer machte er aber bald wieder gut, als er im fälligen Elfmeterschießen wieder traf.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum