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Rhein-Main-Derby Tank voller Selbstvertrauen

Eintracht Frankfurt will heute das scheinbar Unmögliche schaffen und ein Punktspiel in Mainz gewinnen – leicht wird das bestimmt nicht.

Eintracht Frankfurt
Dürfte, anders als im Pokal in Schweinfurt, heute in Mainz wieder am Ball sein: Mittelfeldspieler Mijat Gacinovic (l.). Foto: Stefan Krieger

Im Fußballsport, das ist keine so ungeheuer neue Erkenntnis, spielt die mentale Verfassung eine nicht unerhebliche Rolle. Erfolg und Misserfolg liegen auf höchstem Niveau nicht immer, aber doch oft genug dicht beieinander. Und nicht selten ist es so, dass Faktoren wie Glauben, Selbstvertrauen und Willen oder eben auch Verzagtheit, Furcht oder gar Versagensangst über den Ausgang eines Spiels, ja über Titel und Abstiege entscheiden. „Psychologie“, sagt Eintracht-Trainer Niko Kovac vor dem heutigen Nachbarschaftsduell beim FSV Mainz 05 (20.30 Uhr), „Psychologie spielt eine ganz große Rolle.“

Niko Kovac könnte entspannt sein

Insofern kann der Frankfurter Fußballlehrer die kurze Dienstfahrt hinüber nach Rheinland-Pfalz ja eigentlich ganz entspannt antreten, was Kovac natürlich nicht tun wird, denn entspannt ist der 46-Jährige vielleicht im Sommerurlaub an der dalmatinischen Adriaküste, aber gewiss nicht beim Fußball. Seine Mannschaft hat aber das, was man gemeinhin einen Lauf nennt, von den letzten vier Pflichtspielen hat sie drei wirklich und eines gefühlt gewonnen (das 2:2 gegen Dortmund), sie ist in guter Form, hat sich gesteigert, spielt mittlerweile sehr manierlich Fußball und zeigt ein anderes Gesicht als zu Beginn dieser Spielzeit, als der eine oder andere schon Fußball zum Abgewöhnen attestierte.

Nun ist der Tank voller Selbstvertrauen, „und das wollen wir nutzen“, sagt Kovac. Denn es ist so: „Wenn du erfolgreich bist, spielt es sich leichter.“ Die Brust schwillt, das Kreuz wird breiter. „Dann kann es schon sein, dass der Gegner mehr Respekt hat, vielleicht sogar Angst“, sagt der Coach. Der Umkehrschluss ist ebenso erlaubt: „Wenn du keinen Erfolg hast, denkt der Gegner: Wer sind die denn? Die hauen wir weg.“ Hört sich alles in allem so ziemlich nach dem Phänomen an, das ein in Frankfurt nicht ganz unbekannter Funktionär mal mit einer Spirale verglich, die mal den Erfolg und mal den Misserfolg symbolisiert. Dort, in Hamburg, wo Heribert Bruchhagen zurzeit ist, dreht sie sich zumeist nach unten, aber das nur mal am Rande.

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