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RB Leipzig - Eintracht Frankfurt Niko Kovac hat die Qual der Wahl

Eintracht Frankfurt will in Leipzig bestehen und am besten auch noch punkten. Trainer Niko Kovac muss auf die Balance im Team achten.

Lukas Hradecky
Hofft auf einen besseren Auftritt als im letzten Spiel gegen RB Leipzig, das für ihn nach zwei Minuten und einer roten Karte beendet war: SGE-Torwart Lukas Hradecky. Foto: afp

Wie defensiv sie dabei auftreten werden, wollte der Trainer nicht verraten. Kovac verteidigte sein kämpferisch so tadelloses, spielerisch aber ungeheuer einfältiges Team. Im Training laufe der Ball „ordentlich bis gut“, doch im Spiel komme ein aggressiver Gegner und eine stattliche Dosis Adrenalin hinzu, und dann „wird es schwieriger“. Fußballer seien halt auch empfindsame Menschen, wenn etwas nicht so gut laufe, „dann wächst nicht gerade das Selbstvertrauen“, und da sei auch jeder Spieler anders: Der eine spiele elf Fehlpässe in Serie und wage dann trotzdem noch den Risikopass beim zwölften Versuch, der andere spiele die Kugel zweimal zum Gegner und verstecke sich fortan. „Ich habe das alles kennengelernt“, sagte Kovac. Man müsse mit der Mannschaft Geduld haben. „Das ist Eintracht Frankfurt“, andere könnten vielleicht besser Fußball spielen. „Aber hier opfert sich jeder, der Spirit ist da.“

Pfundskerle als echte Grenzfälle

Der Fußballlehrer wird auch dieses Mal wieder die Qual der Wahl haben. Spieler wie Marc Stendera, Aymen Barkok oder Slobodan Medojevic haben es noch gar nicht in den Kader geschafft, Branimir Hrgota zuletzt dreimal nicht. „Das sind Grenzfälle“, betonte der Coach. „Das sind Pfundskerle, tolle Jungs“, die sicherlich ihre „Spiele bekommen“ werden. Er müsse halt die richtige Balance und den richtigen Zeitpunkt finden. „Es ist mir aber lieber, solche Qualität auf der Bank oder der Tribüne zu haben.“

Keine leichte Zeit hat auch Marco Russ hinter sich, der allenfalls in den letzten Minuten zum Sichern des Vorsprungs eingesetzt wird. „Er hat mein absolutes Vertrauen“, berichtete Kovac. „Er wird mehr Spiele machen als letzte Saison.“ Doch zurzeit habe ein Spieler wie Simon Falette die Nase vorn, obwohl der Neuzugang vom FC Metz „manchmal sogar zu aggressiv und impulsiv ist“, da müsse er sich zurücknehmen. Doch Falette sei schnell auf den Beinen, beinahe so flink wie David Abraham. „Und wir brauchen schnelle Innen- und Außenverteidiger.“ Schnell ist Taleb Tawatha ebenfalls, er erhielt nun ein Extralob von Kovac. „Taleb hat das in Köln sehr gut gemacht, er ist defensiv sehr viel energischer als Jetro Willems. Mal schauen, wie es jetzt mit seiner Puste ist.“

Ob Carlos Salcedo in den Kader zurückkehren wird, ließ Kovac offen. Der Mexikaner soll aus disziplinarischen Gründen in Köln aus dem Aufgebot geflogen sein, weil er auf seine Auswechslung gegen Augsburg nicht eben angemessen reagiert habe. „Die Auswechslung hatte nur taktische Gründe“, sagte Kovac. Generell amüsiere es ihn, dass manche „außerhalb von unseren Mauern mehr wissen als ich.“ Vielleicht haben die Wände ja manchmal auch Ohren.

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