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RB Leipzig - Eintracht Frankfurt Niko Kovac hat die Qual der Wahl

Eintracht Frankfurt will in Leipzig bestehen und am besten auch noch punkten. Trainer Niko Kovac muss auf die Balance im Team achten.

Lukas Hradecky
Hofft auf einen besseren Auftritt als im letzten Spiel gegen RB Leipzig, das für ihn nach zwei Minuten und einer roten Karte beendet war: SGE-Torwart Lukas Hradecky. Foto: afp

Auf der Homepage der Frankfurter Eintracht wird das samstägliche Duell bei RB Leipzig als „Begegnung auf Augenhöhe“ angekündigt. Ganz schön kess. Oder halt nur optimistisch. So ein offizielles Vereinsorgan ist ja qua Definition immer etwas frohgestimmter als die sowieso immer nörgelnden und miesepetrigen Medienvertreter, die fortwährend das Haar in der Suppe suchen.

Doch selbst der Frankfurter Trainer Niko Kovac musste etwas schmunzeln. „Tatsache ist, dass wir Tabellennachbarn sind“, sagte er also. Leipzig auf neun, Frankfurt auf zehn, beide sieben Punkte. Für die Eintracht ist das ganz okay, für RB eher nicht. „Finanziell ist das kein Rennen auf Augenhöhe“, relativierte der Coach. Die Sachsen spielen Champions League, schlossen die vergangene Saison als Zweiter hinter den Bayern ab. „Wir wissen, wer der Favorit ist.“

Trotzdem will sich die Eintracht nicht kleiner machen als sie ist. Klar werde es das bisher schwerste Auswärtsspiel, klar habe Leipzig mit Timo Werner einen Ausnahmespieler in den eigenen Reihen, der bei der WM im kommenden Jahr in Russland für die deutsche Nationalmannschaft „als Stammspieler eine gute Rolle spielen wird und den man alleine gar nicht kontrollieren, sondern nur im Verbund stoppen kann“. Und natürlich seien die Chancen, einen Dreier zu holen, nicht so groß wie zuletzt in Köln.

Kovac wirkte dennoch recht entschlossen, als er sagte: „Es wird ein enges Spiel, wir gewinnen Spiele nur knapp, wir verlieren Spiele nur knapp. Ich denke, dass wir überraschen können.“

Kämpferisch tadellos, spielerisch einfältig

Das hatten sich die Hessen auch zu Beginn dieses Jahres vorgenommen, als sie zum absoluten Spitzenspiel nach Leipzig reisten. Das fiel dann allerdings aus, weil Torwart Lukas Hradecky den Ball nach zwei Minuten in einer echten Tollpatsch-Aktion mit der Hand spielte – dummerweise außerhalb des Strafraums. Die Folgen: Rote Karte, Rückstand, 0:3-Schlappe. „Ich hoffe, er hat jetzt die richtigen Stollen drauf“, sagte Kovac am Freitag grinsend.

Damals konnte freilich noch niemand ahnen, wie dramatisch die Eintracht in der Rückrunde abstürzen sollte. Vorbei und vergessen. Nun nehmen die Frankfurter einen neuen Anlauf, etwas Zählbares mitzubringen und einen Mittelfeldplatz zu festigen. Denn auch intern sind sich die Frankfurter darüber im Klaren, dass diese Spielzeit eine absolut knifflige und mühselige werden kann.

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