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Partie gegen Leipzig Eintracht Frankfurt macht sich groß

Trainer Kovac geht die Partie gegen Leipzig mit Respekt an. Proteste mit Vuvuzelas angekündigt.

Eintracht Frankfurt - 1.FC Koeln
Feines Füßchen, leicht angeschlagen: Omar Mascarell. Foto: Jan Hübner

Die Aussicht auf internationale Festspiele, das Schwadronieren von Europa, neuerdings sogar von der Königsklasse, all das nimmt Niko Kovac zufolge etwas überhand. „Es wird mir ein bisschen zu viel“, sagt der Trainer der Frankfurter Eintracht. „Meine Spieler werden oft damit konfrontiert und dazu befragt, aber lassen Sie uns doch erst mal spielen, und dann sehen wir, was übrig bleibt.“ 

Es ist das alte Spielchen für die, die auf einmal weit oben stehen, dort, wo sie vorher nicht verortet wurden – weder von einem selbst noch von anderen. Es ist die Angst vor zu hohen Erwartungen, die man womöglich nicht erfüllen kann, und die Furcht davor, am Ende auf die Ohren zu bekommen, weil man es irgendwann wagte, andere Ansprüche zu formulieren. Deshalb halten sich die Verantwortlichen lieber im Vagen und verweisen auf die vorformulierten Saisonziele. Lieber im Windschatten segeln, als sich breitbeinig in den Sturm stellen. 

Das kann man generell so sehen, es ist nachvollziehbar, die Spieler auf dem Boden zu halten und ihre Sinne zu schärfen. Andererseits kann das Streben nach einem hohen Ziel auch motivierend und leistungssteigernd sein. Da braucht man Fingerspitzengefühl und eine gute Kenntnis über die Befindlichkeit eines Teams. Beides hat Kovac.

 

Eines ist klar: Diese Eintracht-Mannschaft hat schon jetzt die Erwartungen übertroffen. Auch in der vergangenen Saison war im Übrigen niemand sauer, weil das Team letztlich die Europa League verpasste, Kritik setzte es, weil die Mannschaft in der Rückrunde nicht mehr sie selbst und Letzter im Klassement der zweiten Saisonhälfte war. Damals gab es Gründe, einer war sicherlich, dass einige Säulen verletzungshalber wegbrachen, das konnte das Ensemble irgendwann nicht mehr kompensieren. Deshalb sagt Niko Kovac jetzt auch: „Wenn wir wenige Verletzte haben, erhöht es unsere Chance, uns oben festsetzen zu können.“ Das ist korrekt.

Gut trifft es sich da, dass sich Abwehrchef David Abraham vor dem Topspiel gegen RB Leipzig am ungewohnten Montag (20.30 Uhr) wieder zurückkehrt. Schlecht ist, dass Mittelfeldstratege Omar Mascarell auszufallen droht. Der Spanier klagt über starke Schmerzen auf dem Spann, auf den er bereits im letzten Spiel gegen Köln einen Schlag bekommen hatte. „Es ist im Laufe der Woche immer etwas schlechter geworden“, sagte Kovac. „Ich hoffe noch, dass wir ihn hinbekommen, aber ich weiß nicht, ob es klappt.“ 

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