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Nikolov und Meier Konstanz auf allen Ebenen

Torwart Oka Nikolov gibt der Eintracht die Stabilität, die der Mannschaft guttut. Alexander Meier wiederum will auf den Rasen, muss sich aber noch gedulden.

Alles im Griff: Oka Nikolov. Foto: getty

Oka Nikolov ist in den zurückliegenden Wochen zu einer Art Imagekampagne in eigener Sache aufgebrochen. Oder man könnte es auch so formulieren: Der 36 Jahre alte Torwart der Frankfurter Eintracht öffnet sich einfach mal ein Stück weit den Medien, die wie nie zuvor nach dem bescheidenen Mann aus dem Odenwald verlangen.

Das hat damit zu tun, dass Nikolov der treueste aller Bundesligaspieler ist, der dienstälteste, er ist so etwas wie das Gesicht der Frankfurter Eintracht. Und Nikolov ist zurzeit einfach gut, in bestechender Form sogar. 84 Prozent aller Torschüsse hat er abgewehrt, 53 Großchancen zunichte gemacht, damit liegt er an der Spitze, vor den Neuers und Adlers dieser Welt.

Nikolov nahm also erst eine Einladung ins Aktuelle Sportstudio des ZDF an, am Montag war er dann zu Gast im Heimspiel des HR, und auch seinen zwischenzeitlichen Boykott gegen einige langjährige Berichterstatter der Eintracht hat er wieder aufgehoben. Nikolov ist in aller Munde, vor allem aber: Nikolov verleiht der Eintracht von hinten heraus die Stabilität, Ruhe und Souveränität, die der ganzen Mannschaft guttut. Auch Trainer Michael Skibbe bescheinigt dem Familienvater eine exzellente Form: „Oka hält außergewöhnlich gut.“ Nikolov will kein großes Aufhebens um seine Person machen. „Mal läuft es besser, mal schlechter“, sagt er. „Mal geht es hoch und mal runter.“ Ein klassischer Nikolov.

Am Samstag wird er wieder in bewährter Manier die Viererkette der Eintracht anleiten, die Abwehrformation wird unverändert bleiben. Maik Franz trainiert nach seiner leichten Oberschenkelzerrung wieder mit der Mannschaft, er kann spielen. Ohnehin wird Skibbe das Team nicht ändern, er schickt zum vierten Mal in Folge dieselbe Startformation ins Rennen. Das ist ungewöhnlich.

Das heißt auch, dass sich Alexander Meier, der Lange, noch gedulden muss. Nach seinem schweren Muskelfaserriss im linken Oberschenkel, den er sich in der Pokalpartie gegen den Hamburger SV am 27. Oktober zugezogen hatte, trainiert er mittlerweile wieder mit der Mannschaft. Am Dienstag ließ er sich noch einmal eingehend bei Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt untersuchen. „Es ist alles gut“, erzählt Meier, der auch deshalb schmerzlich vermisst wird, weil sein Stellvertreter Caio keine Bäume ausgerissen hat. Meier wird alsbald zurückkehren, womöglich schon gegen die TSG Hoffenheim. „Ich hätte ihn gerne dabei, zumindest im Kader“, sagt Skibbe. Der Spieler ist zurückhaltender, er will nichts überstürzen. „Mal sehen, ob alles hält, wenn ich die Belastung steigere, mal sehen, wie der Oberschenkel dann reagiert.“

Denn einen Fehler will er auf keinen Fall wiederholen: zu früh anfangen. Seinen ersten Muskelfaserriss, im Spiel gegen Freiburg zugezogen, habe er nicht richtig auskuriert: „Der zweite Riss war dann eine Folge dessen“, sagt er. „Das passiert mir nicht noch mal.“

Bei Müller-Wohlfahrt war im Übrigen auch Kapitän Chris. Der Brasilianer holte sich noch einmal ein paar Spritzen ab, um den entzündeten Nerv in der Wirbelsäule zu behandeln. Chris, seit dem Schalke-Spiel mit starken Rückenschmerzen außer Gefecht, klingt optimistisch. Die Beschwerden sind fast vollständig abgeklungen. In der nächsten Woche will er wieder angreifen.

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