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Neuzugang für Eintracht Frankfurt Goncalo Paciencia, der Dampfmacher

2. UpdateEintracht-Neuzugang Goncalo Paciencia soll Haller und Jovic unter Druck setzen. Der 23-Jährige wechselt vom portugiesischen Meister Porto an den Main.

Goncalo Paciencia
Kostet etwas mehr als drei Millionen: Goncalo Paciencia. Foto: PRD

Breite Schultern, bezopftes Haupt, dazu ein Dauergrinsen im Gesicht – das ist der neue Stürmer der Frankfurter Eintracht. Was sich am Mittwoch angedeutet hatte, machten die Hessen gestern perfekt: Goncalo Paciencia wechselt vom portugiesischen Meister FC Porto an den Main und unterschrieb beim deutschen Pokalsieger einen Vierjahresvertrag bis Sommer 2022. „Wir bekommen einen echten Mittelstürmer dazu, der unseren Kader noch variabler macht“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic.

Die Eintracht muss für den 23-Jährigen nach FR-Informationen etwas mehr als drei Millionen Euro an den Champions-League-Teilnehmer überweisen. „Ich werde dafür hart arbeiten, ein wichtiger Spieler zu sein. Auf meiner Position ist es die Aufgabe, Tore zu schießen. Dem will ich gerecht werden“, sagte Paciencia dem klubeigenen TV. Es sei ein wahr gewordener Traum, bald in der Bundesliga zu spielen. 

Goncalo Paciencia soll den Etablierten Dampf machen

Sinn macht die Verpflichtung aus Eintracht-Sicht allemal: Zum einen ist der 1,84-Meter-Mann als Ersatz für Urgestein Alex Meier, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, und für Branimir Hrgota, der noch abgegeben werden soll, zu sehen. Zum anderen soll Paciencia den etablierten Kräften in vorderster Reihe kräftig Dampf machen: dem in der vergangenen Rückrunde schwächelnden Sebastien Haller und dem aufgehenden Stern, Luka Jovic. „Goncalo ist ein beweglicher Spieler, der aber auch den Ball in der Spitze halten kann“, sagte Bobic. 

Paciencia stammt aus der Talentschmiede des portugiesischen Dauermeisters. Bereits mit acht Jahren kickte der Sohn von Porto-Legende Domingos Paciencia für die Blau-Weißen. Vergangenen November gab er in einem bedeutungslosen Testkick gegen die USA sein Debüt im portugiesischen Nationalteam. Klingt vielversprechend, wenngleich die Trefferquote des Rechtsfußes ausbaufähig ist. 

In der vergangenen Saison war Paciencia zunächst an Vitoria Setubal ausgeliehen. Nach zehn Toren in Liga und Pokal holte Porto ihn im Januar zurück. Bis Rundenende stand er neunmal in der Liga auf dem Rasen – nie über 90 Minuten. Ein Treffer gelang ihm nicht. Ins USA-Trainingslager wird Paciencia nicht mehr nachreisen, stattdessen soll er in Frankfurt einige Tests absolvieren.

Die Eintracht hatte der Neue einmal selbst im Stadion gesehen, 2014 beim Europa-League-Spiel der Hessen in Porto. „Ich erinnere mich gut an damals, an die vielen Fans, sie waren fantastisch“, sagte Paciencia, der der erste Portugiese im Adler-Dress ist. Er dürfte nicht der letzte bleiben.

So nimmt nach FR-Informationen die Verpflichtung von Chico Geraldes konkrete Formen an. Die Eintracht soll sich mit dem 23-jährigen offensiven Mittelfeldspieler von Sporting Lissabon einig sein. Lediglich über die Ablösesumme, die zwischen fünf und sechs Millionen Euro liegen soll, wird noch gefeilscht. Geraldes, 1,74 Meter klein, dribbelstark, gilt mehr als Vorbereiter denn selbst als Torschütze.

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