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Neues Trikot „Aggressiv, aber würdevoll“

1. UpdateDie Eintracht stellt das neue Trikot vor – es ist schwarz und soll irgendwie bedrohlich wirken.

Eintracht Frankfurt
Klassisch schwarz: Das neue Heimtrikot der Eintracht. Foto: Imago

Die Frankfurter Eintracht wird die vor ihr liegende internationale Spielzeit mit pechschwarzen Trikots bestreiten, mit schwarzen Trikots, die ein wenig einschüchternd, ja bedrohlich wirken sollen. Für Axel Hellmann mutet das Jersey durchaus aggressiv an, fast so wie der Brustpanzer bei Action-Figur Batman. „Wir wollen der Linie der Kampfmannschaft treu bleiben und weiter auf Mentalität und Willen setzen. Das soll auch das Trikot dokumentieren“, sagte der Vorstand. „Das Trikot steht für Kraft, Power, Aggressivität, aber auch für Würde und Stolz.“ Um das dunkle Gesamtbild abzurunden: Auch die Hosen und die Stutzen werden in schwarz aufgetragen. 

Das neue Hemd wurde gestern Abend im Frankfurter Club Gibson in der Innenstadt von den Rappern Vega und Bosca in einem Live-Konzert vorgestellt, 1200 Eintracht-Fans waren gekommen und nutzten die Songpausen immer wieder zu lauten Sprechchören auf den noch immer recht frischgebackenen Pokalsieger. Die Eintracht hatte sich etwas einfallen lassen, nicht nur den Eventcharakter, sondern auch einen kleinen Einspieler, in dem Tankard-Sänger Gerre und die Eintracht-Legenden Uwe Bein sowie Dragoslav Stepanovic den „feinsten Frankfurter Stoff“ (so das Motto der Präsentation) in einem kleinen Video-Gangsterfilm an die beiden Rapper übergaben. Gelungen. 

Nike weiter an Bord

Das Trikot, das ab 2. Juli in der Stadionversion für 84,95 Euro für Erwachsene und für 69,95 Euro für Kinder zu erstehen sein wird, ist eher experimentell, nicht elegant wie die letzte Version. Durch die schwarze Grundfarbe ziehen sich anthrazitfarbene Streifen, bei genauerem Hinsehen sollen sich Adlerschwingen durch den Stoff ziehen. „Das ist etwas ganz Besonderes“, sagte Vorstand Hellmann. Das Auswärtstrikot übrigens wird in weiß, das Ausweichjersey in rot gehalten sein. Für die Europapokalauftritte ist kein extra Entwurf geplant. 

Die Eintracht hofft, das neue Hemdchen in großer Stückzahl an Mann, Frau und Kind bringen zu können – der Pokalsieg im Rücken soll da zusätzlichen Schwung geben. Die Absatzzahlen des alten Jerseys seien schon „sehr, sehr, sehr gut“ gewesen, sagte Hellmann. Mehr als 50.000-mal ist das gute Stück über die Ladentheke gewandert. Ein absoluter Rekord. Noch nie in der Geschichte hat der Klub so viele Shirts veräußern können. Die Eintracht boomt auf allen Ebenen. 
Zudem gab Axel Hellmann gestern bekannt, dass Ausrüster Nike weiterhin Partner der Eintracht bleiben wird. Der US-Gigant hat den 2019 auslaufenden Vertrag bis 2024 verlängert. „Das ist eine Topmarke, die uns Planungssicherheit gibt“, sagte der Vorstand der FR. „Dieser Deal ist gut für uns.“ 

Nike wird die Eintracht pro Jahr mit 3,5 Millionen bis vier Millionen Euro unterstützen, die genaue Höhe hängt auch vom sportlichen Abschneiden ab. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass das potente Unternehmen seine Aktivitäten in der Bundesliga ansonsten eher zurückfährt. Ein Engagement beim 1. FC Köln, dem FC Schalke 04 und dem VfB Stuttgart lehnten die US-Amerikaner ab. 

„Nike wollte einen lebendigen, leidenschaftlichen Traditionsklub in einer wirtschaftlich starken Region“, bekundete Hellmann, der mit dem Merchandising ohnehin hochzufrieden ist. Rund zehn Millionen Euro erlöst der Klub mittlerweile auf diesem Sektor. „Das ist eine gewaltige Zahl“, sagte der 46-Jährige. Vor drei Jahren war es nur rund die Hälfte. 

Vielleicht kann das schwarze, bedrohliche, aber irgendwie auch coole neue Trikot ja für einen weiteren Absatzrekord sorgen. Als Pokalsieger fällt ja vieles leichter. 

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