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Nach der Niederlage Die Stehaufmännchen

Eintracht Frankfurt sollte sich von der bitteren Niederlage in Dortmund nicht aus der Bahn werfen lassen – Europa ist nach wie vor zum Greifen nahe.

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt
Vier gewinnt, aber eben nicht immer: Makoto Hasebe, Marco Russ, Kevin-Prince Boateng und Danny da Costa (von links) stoppen den Dortmunder Maximilian Philipp. Foto: rtr

Niko Kovac blies die Wangen auf, ehe er die Luft entweichen ließ. „Drei Gegentreffer sind für mich ...“, hob der Eintracht-Trainer an und ließ den Satz erst einmal verklingen, um ihn dann doch noch zu vollenden: „... also, das ist für mich nicht so schön.“ In Wahrheit empfindet der 46-Jährige drei Tore für den Kontrahenten in nur einem Spiel als persönliche Beleidigung. 

Seine Losung ist banal wie zutreffend: Wer drei Tore kassiert, muss drei schießen, um etwas mitzunehmen, und in aller Regel schießt seine Mannschaft eher nicht drei Tore in einer Bundesligabegegnung. Schon gar nicht in Dortmund, wo in jenem turbulenten und einigermaßen verrückten Sonntagsspiel zwei eigene Treffer nicht zu einem Punktgewinn reichten. Den frenetisch bejubelten Eintracht-Ausgleichstreffer von Danny Blum in der 91. Minute konterte der erstaunlich abgezockte und im Abschluss eiskalte BVB-Stürmer Michy Batshuayi 120 Sekunden später nach einer aberwitzigen Fehlerkette mit dem 3:2 für Borussia Dortmund. Welch ein dramatisches Finale. „Wenn du zwei Tore schießt, musst du wenigstens Unentschieden spielen“, sagte Kovac. Er klang da schon wieder sehr gefasst. 

Die Stimmung nach der Niederlage war gut

Die Eintracht-Spieler haben diesen Nackenschlag erstaunlich schnell weggesteckt. Schon wenige Minuten nach dem Knockout in letzter Sekunde hatten sie sich gesammelt und wirkten eher trotzig denn niedergeschlagen. Auch am Montagmorgen beim Training war die Stimmung trotz Nieselregens nicht schlecht. Dass dieses Negativerlebnis der Mannschaft einen Knacks geben könnte, daran glaubt niemand so wirklich, dazu wirkt das Team mental zu stark und zu robust. 

Ärgerlich ist diese Niederlage, weil die Frankfurter Moral nicht belohnt wurde und der Siegtreffer für die Borussia so spät fiel. Aber auch, weil jeder einzelne Punkt im Kampf um die internationalen Startränge von entscheidender Bedeutung sein kann, zumal die Jagd um die Plätze ja eher einem Schneckenrennen gleicht. 

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