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Mijat Gacinovic und Luka Jovic Die serbischen Brüder

Mijat Gacinovic und Luka Jovic verbringen viel Zeit miteinander und wollen in Frankfurt nun den nächsten Schritt gehen.

Eintracht Frankfurt
Stachen aus einer guten Eintracht-Mannschaft in Wiesbaden noch einmal heraus: Mijat Gacinovic (l.) und Luka Jovic. Foto: Huebner

Ein Zweikampf, ein Schrei, mit schmerzverzerrtem Gesicht sank Mijat Gacinovic zu Boden. Seine Hände griffen sofort nach dem linken Knie, Helfer eilten drei Minuten vor Abpfiff des erfolgreichen Testspiels gegen den SV Wehen Wiesbaden (6:2) auf den Rasen und führten den humpelnden Mittelfeldspieler der Frankfurter Eintracht kurz darauf vom Feld. Eine knappe halbe Stunde später war die sorgenvolle Miene bei Gacinovic längst wieder einem Lächeln gewichen. Mit einem Verband ums lädierte Knie gab er nach einigen Untersuchungen in der Kabine Entwarnung: „Ich habe am Anfang auch einen Schreck bekommen“, sagte Gacinovic, „aber keine Sorge, alles stabil. In ein paar Tagen bin hoffentlich wieder im Training.“

Es wäre ihm zu wünschen, diesem feinen Techniker, dem in der Vergangenheit zu oft die letzte Konsequenz in seinen Aktionen gefehlt hat. Gacinovic präsentiert sich aktuell in erstaunlich guter Form. Ob nun in Wiesbaden, wo er zwei Tore selbst schoss, oder aber in den täglichen Trainingseinheiten im Schatten der Arena – der Serbe ist dabei, Pluspunkte bei seinem Trainer zu sammeln. „Mein Ziel ist es, Schritte nach vorne zu machen. Ich will ein besserer Spieler werden.“

Die vergangene Spielzeit war für den in Novi Sad geborenen Gacinovic im Grunde eine zum Vergessen. Anfangs von Trainer Niko Kovac noch mit Startelfeinsätzen bedacht, wurden die Leistungen im Saisonverlauf immer schwächer, die Minuten auf dem Rasen immer rarer. Am Ende konnte ihn selbst das umjubelte Tor zum 3:1 im Pokalfinale gegen den FC Bayern, als Gacinovic lief und lief und lief und für einen der größten Frankfurter Gänsehautmomente der vergangenen Jahre sorgte, nicht davor bewahren, kurz vor der WM in Russland aus dem serbischen Kader gestrichen zu werden. Ein harter Schlag, der Gacinovic getroffen hat, ihn offenbar aber nicht zu Boden streckte.

Der 1,75 Meter kleine Offensivspieler ist längst nicht mehr der kleine Bubi, der er vor drei Jahren bei seiner Ankunft in Frankfurt noch war. Nicht nur, dass er seine Interviews im Gegensatz zu manch anderem älteren Kollegen selbstbewusst in gutem Deutsch führt, auch im Kreise seiner Kollegen traut sich Gacinovic immer mehr zu. Er haut sich in die Zweikämpfe, probiert auch mal den einen oder anderen unkonventionellen Pass und gibt sogar lautstarke Anweisungen an seine Mitspieler. „Mit dem neuen Trainer läuft alles super, es wird besser und besser“, sagte Gacinovic: „Ich mag, was er will. In der gegnerischen Hälfte gehen wir viel ins Risiko.“

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