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Marco Russ Der Stopper liefert

Marco Russ kämpft sich zurück und ist wieder eine ernsthafte Option. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der mit Alex Meier dienstälteste Frankfurter Profi auch gegen Borussia Dortmund verteidigt.

Marco Russ
Hat wieder Grund zur Freude: Marco Russ Foto: afp

Es hat Marco Russ schon einen kleinen Stich versetzt, als am ersten Spieltag in Freiburg ganz dringend ein Innenverteidiger gesucht wurde und Trainer Niko Kovac den Außenverteidiger Timothy Chandler in die abwehrende Zentrale beorderte. Und ihn, Marco Russ, gelernter Innenverteidiger, auf der Ersatzbank schmoren ließ. Das verhieß für die Zukunft nichts Gutes, zumal Carlos Salcedo wegen den Folgen seiner Schulteroperation noch nicht einsatzfähig war.
Es hat dann noch ein paar Wochen gedauert, ehe Marco Russ zurück ins Team kehrte.

Über Kurzeinsätze kam er zunächst nicht hinaus, „für Zwei-Minuten-Einsätze bin ich mir nicht zu schade“, hat er gesagt. In Hannover stand er erstmals in dieser Saison in der Startformation, und er spielte 90 Minuten durch: „Für mich persönlich war es schön, mal wieder von Anfang an zu spielen“, sagte der 32-Jährige danach. Russ hatte ein ordentliches Spiel gemacht, er gewann elf Zweikämpfe, spielte nur vier Fehlpässe, und rettetet in der ersten Halbzeit einmal in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Matthias Ostrzolek. Nur im Luftkampf gegen das Muskelpaket Salif Sané kam Russ einmal zu spät, prompt landete der Ball im Tor. Es war ein Tor, das nur sehr schwer zu verteidigen war.

Russ ist deutlich fitter geworden

Und doch kroch gleich die Erinnerung hoch an die Partie Ende April in Hoffenheim, als Russ erstmals seit seiner Krebsoperation von Anfang an spielte und in der Schlussminute den Kopfball von Benjamin Hübner nicht verhindern konnte. Die Eintracht unterlag 0:1, und Trainer Niko Kovac war stinksauer. Mittlerweile wirkt der Hanauer deutlich fitter, er ist schmaler geworden und ein seriöser Anwärter auf den Posten in der Abwehr. „Ich bin jetzt auf dem Level, das ich im letzten Jahr angestrebt habe.“ Russ müsse liefern, hatte Vorstand Fredi Bobic gefordert.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der mit Alex Meier dienstälteste Frankfurter Profi auch Samstag Nachmittag gegen Borussia Dortmund erneut verteidigt. Simon Falette ist noch gesperrt, Salcedo noch nicht so weit. Ein Risiko wäre der „Russer“ ohnehin nicht.

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