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Marco Russ Bemerkenswert gut

Eintracht-Routinier Marco Russ präsentiert sich im Herbst seiner Karriere in Topform und sorgt für Torgefahr aus den hinteren Reihen.

Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln
Seriös und torgefährlich: Zopfträger Marco Russ. Foto: Stefan Krieger

Der Treffer gegen Köln war der erste nach der Krebserkrankung im Mai 2016. Zuvor hatte Russ am 24. April beim wichtigen 2:1-Erfolg über Mainz 05 getroffen. Und dann im Relegationsspiel gegen Nürnberg ins eigene Tor - einen Tag, nachdem er von seinem Krebs Kenntnis bekam. Im Augenblick gibt es keinen Grund, den Familienvater wieder aus der Mannschaft zu nehmen. Nun schielt er auf der Zielgerade seiner Karriere sogar noch mal nach Europa: „Je länger wir oben drin bleiben, umso größer wird die Chance“, sagte Zopfträger Russ.

Auch beim zweiten Treffer nach ruhendem Ball hatte Russ seinen Schädel im Spiel. Die Flanke von Wolf berührte er knapp, den Abpraller bugsierte Simon Falette zum 3:1 ins Tor. Es war der allererste Treffer des Franzosen für die Eintracht, entsprechend glücklich war er. „Es war nicht das schönste Tor, aber es zählt genauso. Es war an der Zeit, dass auch mal die Verteidiger dran sind und treffen“, sagte der Verteidiger, der 22 Spiele Anlauf bis zu seinem ersten Volltreffer benötigte. Dabei hätte der vom FC Metz gekommene Defensivmann mit Schwächen im Spielaufbau schon im allerersten Saisonspiel im August beim SC Freiburg zwingend treffen müssen. Da köpfte er eine Flanke mutterseelenallein vor dem leeren Tor daneben. 

„Meine maximale Anzahl an Toren in einer Saison liegt bei vier. Ich habe jetzt mein Konto eröffnet, ich hoffe, es geht so weiter“, sagte er. Seine Kernaufgabe ist dennoch, zunächst einmal die gegnerischen Stürmer an die Kette zu legen. Schon damit ist er ausgelastet genug.  

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