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Marco Pezzaiuoli Eintracht holt Ex-Cheftrainer aus Hoffenheim

Marco Pezzaiuoli wird Technischer Direktor bei Eintracht Frankfurt und soll Talente gezielter an den Profibereich heranführen.

Marco Pezzaiuoli
Marco Pezzaiuoli ist neues Verbindungsglied zwischen Jugend und Profis bei der Eintracht. Foto: imago

Bei Eintracht Frankfurt ist weiter Bewegung drin. Marco Pezzaiuoli soll von Neujahr an dafür sorgen, dass die im Stadtwald beheimatetet Fußball AG und der Mutterverein am Riederwald ihre Zusammenarbeit besser verzahnen. Ein strategisch kluger Schachzug, andere Klubs sind da schon weiter. Die Eintracht hat Handlungsbedarf erkannt und reagiert.

Ob Pezzaiuoli der richtige Mann ist, wird sich noch weisen. Der 49-Jährige firmiert als „Technischer Direktor NLZ & Profis“. NLZ steht für Nachwuchsleistungszentrum. Es wird spannend zu beobachten, wie vertrauensvoll der in Mannheim geborene Sohn eines Italieners und einer Niederländerin mit Armin Kraaz, dem Leiter des Eintracht-NLZ, zusammenarbeiten wird. Kraaz bezeichnet den Neuen als „Topexperten“ und klingt optimistisch: „Seine Expertise wird uns helfen, junge Spieler noch zielgerichteter zu entwickeln.“

Zuletzt arbeitete Pezzaiuoli als Nachwuchskoordinator beim chinesischen Topklub Guangzhou Evergrande, nachdem ein Gastspiel als Chefcoach bei Cerezo Osaka bereits nach drei Monaten endete. In wenig glückseliger Erinnerung ist dem Nachwuchs-Fachmann seine kurze Amtszeit 2011 als Trainer der Bundesligaprofis der TSG Hoffenheim, die wegen Erfolglosigkeit nach einer halben Saison bereits wieder beendet wurde. Seinerzeit wusste Pezzaiuoli bei öffentlichen Auftritten vor allem durch nichtssagende Aussagen aufzufallen. Gut, dass es in der Talententwicklung viel weniger auf die Medienarbeit ankommt.

Schnittstelle zwischen Nachwuchs und Profis

Die Eintracht ist jedenfalls überzeugt von dem Familienvater, der die südkoreanische Mode-Designerin Je Won geheiratet hat. „Mit seinem reichen Erfahrungsschatz als Nationaltrainer verschiedener Jugendmannschaften des DFB und seinen Auslandsstationen passt er ganz hervorragend auf dieses Stellenprofil“, sagt Sportchef Fredi Bobic und fügt an: „Uns ist es wichtig, die jungen Fußballer möglichst gut an den Profibereich heranzuführen. Hierbei ist vor allem eine besonders akribische Arbeit an der Schnittstelle zwischen Nachwuchs- und Profibereich wichtig. Unter der Leitung von Marco Pezzaiuoli sollen Nachwuchsspieler und junge Lizenzspieler durch gezielte und individuelle Zusatzmaßnahmen auf einen möglichst gleitenden Übergang vom Nachwuchs- in den Profibereich hin ausgebildet werden.“ Das hört sich in der Tat gut an, zumal die Eintracht ihre U23 abgemeldet hat.

Pezzaiuoli (gesprochen: Pezzajoli) freut sich dem Vernehmen nach auf den neuen Job: „Es ist schön, bei einem so spannenden Klub wie Eintracht Frankfurt arbeiten zu können.“ Er gehört bereits zur Reisegruppe der Profis ins Trainingscamp nach Alicante.

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