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Marco Fabian Verwirrendes im Fall Fabian

Marco Fabian wehrt sich gegen die Darstellung von Fenerbahce Istanbul, er habe den Medizincheck nicht bestanden.

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Bald doch wieder im Dress der Eintracht? Marco Fabian. Foto: Jan Huebner/Ulrich (imago)

Das Verwirrspiel von und mit Marco Fabian geht in die nächste Runde. Nachdem am Montag aus der Türkei Gerüchte durchsickerten, wonach der Frankfurter Mittelfeldspieler bei seinem avisierten neuen Arbeitgeber Fenerbahce Istanbul durch den Medizincheck gerasselt sei und der ausgehandelte Vertrag deshalb nicht unterschrieben wurde, schlägt der Spieler selbst nun zurück.

Via Twitter verbreitete er, dass er die ärztliche Untersuchung sehr wohl erfolgreich hinter sich gebracht habe und seine vor einem Jahr durchgeführte Rückenoperation nicht der ausschlaggebende Punkt für den gescheiterten Wechsel gewesen sei. Vielmehr habe der türkische Vizemeister auf den letzten Drücker fest vereinbarte Zusagen wieder kippen wollte. Dies habe er, Fabian, abgelehnt.

Der 29-Jährige fühlte sich offenbar hinters Licht geführt. Er habe sich entschieden, die Verhandlungen abzubrechen, weil sich Fenerbahce nicht an die von beiden Seiten ausgehandelten Konditionen gehalten habe.

Der mexikanische Nationalspieler stellte klar, dass er seit seiner schweren Operation an den Bandscheiben keinerlei Schmerzen oder Rückschläge mehr hinnehmen musste. In der Tat spielte Fabian seit Februar wieder für die Eintracht in der Bundesliga, mit Mexiko war er bei der Weltmeisterschaft in Russland dabei. Auch die Vorbereitung mit der Eintracht zog er beschwerdefrei durch und spielte auch im Supercup gegen die Bayern. 

Eintracht-Vorstand Fredi Bobic war stinksauer. „Das ist ein faules Ding, was da läuft“, schimpfte der Sportvorstand beim Radiosender FFH. „Der Junge wird so hingestellt, als könnte er gar keinen Fußball mehr spielen. Das ist nicht gerecht. Das ist – auf gut Deutsch gesagt – eine Sauerei. Dem müssen wir absolut widersprechen.“

Kritik im Umfeld bei Fenerbahce

Fragt sich, was generell hinter der Wechselposse mit der spektakulären Wendung steckt. Ob Fenerbahce plötzliche kalte Füße bekommen hat, weil die geplante Verpflichtung des 29-Jährigen im Umfeld Kritik ausgelöst hat? Mit Trainer Phillip Cocu gab es am vergangenen Freitag jedenfalls ein ausgiebiges Gespräch, das gut und vielversprechend verlaufen ist.

Klar ist in jedem Fall, dass der Spieler um seinen Ruf kämpfen muss. Denn wenn er, überspitzt formuliert, in aller Öffentlichkeit als halber Sportinvalide gebrandmarkt ist, wird er es schwer haben, einen neuen Klub zu finden. Schwer vermittelbar ist er jetzt schon.

Wie es mit dem Spielmacher weitergeht, steht in den Sternen. Er wird nun erst einmal nach Frankfurt zurückkehren, obwohl seine Wohnung schon aufgelöst werden sollte. Bei der Eintracht ist er unverständlicherweise in die Trainingsgruppe zwei abgeschoben worden, obwohl ihn Trainer Adi Hütter fürs erste Pflichtspiel  gegen die Bayern in die Startelf beorderte.

Vielleicht darf Fabian ja auf eine Begnadigung hoffen. Zuschulden kommen lassen hat er sich jedenfalls nie etwas – genauso wenig wie die anderen Profis aus der zusätzlichen Trainingsgruppe.

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