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Marco Fabian „Irgendwann ging es nicht mehr“

Regisseur Marco Fabian über die schwerste Verletzung seiner Karriere, die latente Angst um die Fortsetzung seiner Laufbahn, die WM in Russland und seinen Traum mit der Eintracht.

Marco Fabian
„Ich fühle mich hier wie zu Hause“, sagt Marco Fabian. Foto: Ingo Durstewitz

Herr Fabian, der Bart ist ja noch immer dran. Sollte der nicht langsam abrasiert werden?
Ich habe gesagt, er kommt erst ab, wenn ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Das wird aber nicht mehr lange dauern, vielleicht dieser Tage noch. Und dann rasiere ich ihn sofort ab. 

Wie geht es Ihrem Rücken nach der Operation vor einigen Monaten?
Sehr gut. Ich habe in dieser Woche einen Test in der Uni-Klinik gemacht, und es sah sehr gut aus. Ich habe positive Signale erhalten.

Sie haben keinerlei Schmerzen mehr?
Nein, gar nicht. Ich bin völlig beschwerdefrei. 

Klären Sie uns doch mal auf, welche Verletzung Sie genau hatten und was während der Operation behoben wurde?
Ich musste an den Bandscheiben operiert werden und hatte zusätzlich eine kleine Fraktur im Rückenbereich. Die Schmerzen im Rücken hatte ich schon ein Jahr lang. 

Das hört sich dramatisch an, da ist es ja fast ein Wunder, dass Sie in der Rückrunde überhaupt noch mal spielen konnten. 
Ich habe mit Schmerzen gespielt, war nicht 100-prozentig fit. Ich habe viele Spritzen in meinen Rücken bekommen und habe Tabletten genommen. Irgendwann nach dem Confed-Cup ging es dann nicht mehr, da war es zu viel. Ich konnte einfach nicht mehr. 

Hätten Sie nicht schon im Winter vor einem Jahr operiert werden müssen?
Zwei, drei Ärzte haben damals darüber entschieden, ich war auch in München bei einem Doktor. Sie hatten die Hoffnung, dass wir es ohne Operation hinbekommen. Das hat dann leider nicht geklappt.
 
Und den Confed-Cup im Sommer wollten Sie sich auch nicht entgehen lassen.
Das stimmt, es ist das einzige Turnier meiner Karriere, das ich noch nie gespielt hatte. Da wollte ich dabei sein. Danach ging dann nichts mehr, die Schmerzen wurden zu stark. 

Hat Sie die Verletzung in der Rückrunde der abgelaufenen Saison behindert, hatte sie Einfluss auf Ihre Leistung?
Ein bisschen. Ich konnte nicht 100 Prozent geben, weil ich die Schmerzen hatte. Der Rücken hatte also schon Einfluss auf meine Leistung, das kann man sagen. 

Auf welchem Stand sind Sie körperlich, wie viel fehlt Ihnen noch, um topfit zu sein?
Ich fühle mich sehr gut, habe zweimal täglich trainiert, bin viel gelaufen. Auch meine Ausdauer ist gut. Natürlich fehlen die Zweikämpfe und das fußballspezifische Training, aber das kommt ja jetzt bald. 
 
Haben Sie einen Zeitplan im Kopf, wann Sie wieder spielen wollen?
In diesem Jahr spiele ich nicht mehr, das ist ja klar. Aber ich würde jetzt wirklich gerne noch mal mit der Mannschaft trainieren, damit ich wieder nahe dran bin, damit ich spüre, dass ich wieder dabei und mittendrin bin. Das wäre für meinen Kopf sehr gut und wichtig. Dann geht es ins Trainingslager nach Alicante, und beim ersten Rückrundenspiel gegen Freiburg könnte ich dabei sein. Also das wäre  zumindest mein Plan. 

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