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Marc Stendera Im zarten Alter gereift

Die erstaunliche Rückkehr des Marc Stendera, der aus seinen Defiziten Stärken gemacht hat.

TSG 1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt
Griffig: Marc Stendera (links), hier gegen Kevin Akpoguma. Foto: Jan Hübner

Es war im Januar bei Sonnenschein und unter Palmen, als der damalige Trainer Armin Veh einen großen Satz gelassen ausgesprochen hatte: „Ich habe schon vor der Saison gesagt, Marc kann in zwei Jahren Führungsspieler sein.“ Das war vor bald zwei Jahren im Trainingscamp in Abu Dhabi, und die Rede war von dem gerade 20 Jahre alt gewordenen Marc Stendera.

Nun, ganz so weit ist der Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt noch nicht, aber auf dem besten Weg. Die Verzögerung lag ganz entscheidend daran, dass die Knie nicht mitspielten, Kreuzband- und Meniskusrisse in den vergangenen 23 Monaten, dazu kamen kleinere Blessuren, die den gebürtigen Kasselaner wieder zurückgeworfen hatten. Umso beachtlicher ist, dass Marc Stendera jetzt drauf und dran ist, sich im Team festzuspielen. Auch die jüngste Partie in Hoffenheim, erst seine vierte in dieser Saison, war gut, vor allem war er giftig und aggressiv in den Zweikämpfen, ließ sich nicht so schnell abschütteln. Denn Marc Stendera kann sich nicht darauf ausruhen, gut mit dem Fußball umgehen zu können, er muss auch beißen.

Stenderas Galligkeit wichtig für den Frankfurter Matchplan

Er hat das gelernt. Ohnehin ist es oft so, dass aus vermeintlichen Defiziten durchaus Gutes entstehen kann. Eine seiner großen Schwächen, und das weiß der mittlerweile 21-Jährige sehr genau, ist sein Tempo; Stendera ist nicht der Schnellste, nach seinen diversen Operationen ohnehin nicht. Schon vor Jahren hat ihm Armin Veh geraten, sein Zweikampfverhalten und sein Stellungsspiel zu verfeinern, „weil er ja nicht der Pfeil ist“. 

Ohnehin hat ihn der frühere Eintracht-Coach ganz kühn mit der ehemaligen italienischen Legende Andrea Pirlo verglichen, der seinerzeit ebenfalls nicht mehr sehr flink unterwegs, dafür mit einem brillanten Auge ausgestattet war. Dass Stendera der Mannschaft „wegen seiner Ruhe und seiner Ballsicherheit gut tut“, hat Trainer Niko Kovac oft genug betont. Mindestens genauso wichtig für den Frankfurter Matchplan ist aber auch die Galligkeit, mit der der Mittelfeldspieler, einerlei ob defensiv oder offensiv ausgerichtet, den Gegner attackiert und stört. 

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