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Makoto Hasebe Makoto Hasebe ist hungrig

Makoto Hasebe über seine beeindruckende Hinrunde, seine beruhigende Wirkung auf die Mannschaftskollegen und einen Lebensstil, der dem Fußball alles unterordnet.

Makoto Hasebe
Bester Frankfurter der Hinrunde in einer starken Eintracht-Mannschaft: Makoto Hasebe. Foto: hübner

Herr Hasebe, sind Sie tatsächlich ein besserer Innenverteidiger als Mats Hummels oder Jerome Boateng?
Vielleicht ja, vielleicht nein (lacht). Natürlich hat es in der Hinrunde bei mir super funktioniert, und ich bin sehr stolz, dass ich von einigen Journalisten als bester Abwehrspieler der gesamten Bundesliga gesehen werde. Aber eigentlich bin ich ja kein typischer Innenverteidiger, sondern ein Libero in der Dreierkette. Deshalb ist der Vergleich zu Hummels oder Boateng ein bisschen schwierig.

Nicht nur in der Bewertung des „Kicker“, der Sie an die Spitze seiner Rangliste vor die beiden Ex-Weltmeister des FC Bayern setzte, auch im FR-Halbjahreszeugnis waren sie ganz oben – noch vor dem furiosen Sturmtrio Ante Rebic, Sebastien Haller und Luka Jovic. Bedeuten Ihnen solche persönlichen Lobhudeleien etwas?
Natürlich freue ich mich, dass ich so gesehen werde und meine Leistungen auch bei Ihnen anerkannt wurden. Vor allem geht es mir aber darum, dass meine Mannschaftskollegen mir vertrauen. Denn durch Vertrauen entsteht bei mir noch mehr Motivation, deshalb bin ich aktuell so super drauf. Aber Sie können sich sicher sein: Ich werde bescheiden bleiben und will mich noch weiter verbessern.

Sie waren 2009 mit dem VfL Wolfsburg Deutscher Meister, haben mit der japanischen Nationalmannschaft an Weltmeisterschaften teilgenommen, demnach also immer auf einem guten Niveau gespielt. Und dennoch: Sind Sie aktuell in der Form Ihres Lebens? 
Ja schon, das kann man so sagen. Die vergangene Saison war richtig gut mit dem Pokalsieg und der WM in Russland, bei der wir ja mit Japan bis ins Achtelfinale gekommen sind. Und natürlich läuft auch diese Saison mit der Eintracht wieder super. Ganz wichtig für mich ist aber, dass ich trotzdem immer noch richtig hungrig bin. Denn Zufriedenheit wäre schlecht, das würde bremsen. Ich finde, ich kann noch besser spielen und der Mannschaft noch mehr helfen.

Und das, obwohl Sie am 18. Januar, also einen Tag vor dem Rückrundenauftakt gegen den SC Freiburg, 35 Jahre alt werden.
Ach, wissen Sie, auch wenn ich bald 35 bin, ich fühle mich körperlich noch gut, deshalb will ich noch so lange weiter Fußball spielen, wie es geht und habe meinen Vertrag bei der Eintracht ja auch um ein Jahr bis 2020 verlängert.

Der angeschlagene Oberschenkel, der Sie in den letzten Spielen vor der Winterpause zu einer Pause zwang, macht also keine Probleme mehr?
Nein, nein. Dem Oberschenkel geht es gut, die Verletzung war nur ganz leicht. Zum Glück habe ich beim Spiel in Rom nicht weitergespielt, als es gezwickt hat. Sonst wäre es vielleicht noch schlimmer geworden. Aber so kann ich jetzt wieder ganz normal mitmachen.

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