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Makoto Hasebe Makoto Hasebe hadert

Eintracht-Spieler Makoto Hasebe ist mit seiner Reservistenrolle unzufrieden. Stürmer Gonzalo Paciencia droht auszufallen, er verletzte sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers am linken Knie.

Eintracht Frankfurt Training
Frankfurter Trainingsunfall: Gonzalo Paciencia (Mitte) wird vom Platz getragen. Foto: Jan Huebner

Trainingseinheiten in Frankfurt während eines Länderspielwochenendes war Makoto Hasebe lange nicht mehr gewohnt, erstmals seit zwölf Jahren war er nicht zur japanischen Nationalelf gereist, nach der WM war er zurückgetreten. Kurioserweise spielte er, obzwar „topfit“, wie er sagte, zuletzt bei der Eintracht auch nicht mehr. In dem von Hütter bevorzugten System - Viererabwehrkette, zwei Sechser - gibt es derzeit keinen Platz für den 34 Jahre alten Musterprofi.

„Im Moment sind andere Spieler besser als ich, meint der Trainer“, sagte Hasebe. Es ist das erste Mal in seiner mittlerweile auch schon vier Jahre währenden Zeit bei Eintracht Frankfurt, dass der Defensivallrounder außen vor ist - und es sogar nicht einmal in den Kader schaffte. Das sei der Fußball, sagte er zwar mit aller japanischen Freundlichkeit. In Wolfsburg, wo er einst spielte, habe er einmal vier Monate auf der Tribüne verbringen müssen. Er sagte aber auch deutlich: „Ich bin mit meiner Situation nicht zufrieden.“ Bis dato gehörte der Stratege zu den absoluten Stammspielern bei Eintracht Frankfurt, der immer - es sei denn, er war verletzt oder gesperrt - im Team einen Platz gefunden hatte. Im Moment hat er den verloren, Hütter baut im defensiven Mittelfeld eher auf den kopfballstarken Lucas Torro und den Dauerläufer Gelson Fernandes. „Die Konkurrenz ist groß“, findet Hasebe.

Optimismus vor dem Spiel bei Borussia Dortmund

Trotzdem ist es schon erstaunlich, dass ein intelligenter Profi wie Hasebe, der wie kaum ein Zweiter das Spiel versteht und lesen kann, aktuell bei einer noch ihren Weg suchenden Eintracht keine Verwendung findet. Immerhin habe der Coach ihm die vorübergehende Nichtnominierung in einem Gespräch erläutert. „Der Trainer ist keiner, der einen einfach rausschmeißt“, erklärte Hasebe loyal. Trotzdem: „Ich kann meine Leistung auch auf dem Platz bringen.“ Makoto Hasebe, mit 260 Bundesligaspielen und 114 Einsätzen in der Auswahl Nippons einer der ganz erfahrenen Spieler bei den Hessen, wird natürlich nicht die Flinte ins Korn werfen. Er werde weiter hart arbeiten, um den Coach davon zu überzeugen, dass es falsch sei, ihn nicht aufzustellen. Und wenn es sein muss, sagt Hasebe, da könne er auch rechter Verteidiger spielen – falls Danny da Costa eine Pause benötige.

Seinen Optimismus hat der freundliche Asiate nicht verloren. Borussia Dortmund habe einen neuen Trainer, neue Spieler, die seien auch noch nicht bei 100 Prozent. „Für uns dort alles möglich.“

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