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Makoto Hasebe Die Achillesferse des Robocops

Der Frankfurter Stratege Makoto Hasebe muss häufiger kürzer treten, als ihm lieb ist.

Eintracht Frankfurt
Fällt Hasebe gegen die Bayern aus? Foto: Imago

Am Mittwoch hat Makoto Hasebe nicht geheim mit der Mannschaft draußen auf dem Platz trainiert, sondern individuell, wie das mittlerweile bei Eintracht Frankfurt umschrieben wird. Individuelles Training bedeutet, dass da einer im Kraftraum steht oder auf dem Ergometer seine Kilometer abstrampelt oder einfach aus dem laufenden Trainingsbetrieb für einen Tag herausgenommen wird. Bei Makoto Hasebe, der im Januar 34 Jahre alt wird, passiert das in letzter Zeit häufiger. Eintracht-Sprecher Carsten Knoop versicherte am Mittwoch Vormittag, der Japaner sei keinesfalls verletzt, auch das lädierte Knie sei in Ordnung, er trete lediglich kürzer. Ein für gestern ausgemachtes Gespräch mit den örtlichen Medien fiel dennoch aus.

Am Tag zuvor hatte Hasebe noch das anspruchsvolle Trainingspensum komplett absolvieren können. Ist die Pause also nur eine reine Vorsichtsmaßnahme oder fällt der Japaner womöglich für die Partie am Samstag gegen den FC Bayern aus?

Zuweilen ist nämlich das Bild, das Makoto Hasebe von sich auf dem Trainingsplatz abgibt, ein wenig unrund, ja staksig, besonders nach höchster körperlicher Beanspruchung. Dann wickelt der Mittelfeldspieler der Frankfurter Eintracht dicke Eisbeutel um seine Knie, einen um jedes Gelenk. „Sehe aus wie Robocop“, sagt er lächelnd. Seine Knie sind seine Achillesferse, sozusagen. Das weiß der „Hase“.

Die beiden Gelenke sind auch der Grund, weshalb der Japaner in dieser Saison noch nicht so auf Touren kommt, beide sind vorgeschädigt und bereiten dem Kapitän der Nationalmannschaft immer wieder Probleme. Das hängt direkt mit dem letzten Aufeinandertreffen mit Bayern München zusammen, damals, im März, war Hasebe bei einer Rettungstat mit voller Wucht gegen den Pfosten geknallt, was zur Folge hatte, dass ein Stück des Knorpels im rechten Knie absplitterte, eine Operation war unumgänglich. Eine gravierende Verletzung mit Folgen. Und dabei lag die Eintracht bei seiner Rettungstat sowieso schon mit 0:3 hoffnungslos zurück. Seine Knie sind ohnehin nicht mehr jungfräulich, Meniskusrisse und ein Knorpelschaden auf der anderen Seite haben den Musterprofi, dessen Frau und Tochter seit kurzem in Frankfurt leben, einige Male zurückgeworfen.

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