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Lazio Rom - Eintracht Frankfurt Den Rekord teuer bezahlt

Die Frankfurter Eintracht gewinnt das bedeutungslose Spiel gegen Lazio Rom zwar mit 2:1, verliert aber ihren besten Mann Makoto Hasebe durch Verletzung.

Lazio Rom - Eintracht Frankfurt
Schwerer Schlag ins Kontor: Frankfurts Bester, Makoto Hasebe (li.), hat sich im Duell mit dem Römer Joaquim Correa verletzt. Foto: dpa

In der historischen Stadt Rom, hatte Trainer Adi Hütter angekündigt, wolle die Eintracht ihre Erfolgsgeschichte um ein weiteres Kapitel erweitern und die Chance beim Schopfe packen, um diesen „einmaligen Rekord“ zu knacken. Keine andere deutsche Mannschaft hatte in der Europa League jemals zuvor alle sechs Gruppenspiele gewonnen und die Maximalausbeute von 18 Punkten geholt. Hütter hielt Wort. Die Eintracht hat am Donnerstagabend auch ihre sechste Partie in Gruppe H für sich entschieden, bei der italienischen Spitzenmannschaft Lazio Rom drehten die Hessen das Spiel nach dem Rückstand und siegten verdient mit 2:1 (0:0).

„Wir haben Historisches geleistet mit diesen sechs Siegen“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner nach dem Triumph. „Hochachtung vor dieser Mannschaft. Wir brauchten einen österreichischen Trainer, um deutsche Geschichte zu schreiben“, ergänzte Hübner grinsend. Zudem habe das Team nach den letzten beiden Niederlagen in der Bundesliga „eine starke Reaktion gezeigt. Wir gehen gestärkt ins Spiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen.“ Natürlich war auch Trainer Hütter zufrieden: „Ich bin stolz, dass wir diesen Rekord aufgestellt haben und wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind. Ich sehe eine Mannschaft, die sehr hungrig ist auf die Europa League. Der Sieg tut richtig gut.“ Doch diesen Sieg mussten die Hessen teuer bezahlen. Denn wenn es ganz schlecht läuft, werden sie bis zur Winterpause auf ihren wichtigsten Akteur auskommen müssen: auf Makoto Hasebe. 

Makoto Hasebe signalisiert: Das war’s

Es ist nicht besonders lange her, gerade mal zwei Tage, da adelte der Frankfurter Trainer Adi Hütter den alten Hasen. Was der Routinier auf dem Platz abliefere, Woche für Woche, sei schlichtweg „unfassbar“, er sei ein „absoluter Schlüsselspieler“ und einer „der intelligentesten Abwehrspieler“ der gesamten Bundesliga. Hasebe, 34, ist der Stützpfeiler, der das ganze Eintracht-Gebilde zusammenhält, wenn sich einer nicht verletzen sollte, klar, dann ist das der Japaner. 

In Rom, beim eigentlich bedeutungslosen Spiel, waren dann knapp 31 Minuten gespielt, als sich Hasebe mitten in einem Laufduell an den linken hinteren Oberschenkel fasste, die Hand hob und signalisierte: Das war’s, Ende, Aus, Feierabend. Der Mann aus Nippon, Asiens Fußballer des Jahres, wurde umgehend ausgewechselt, das sah nach einer Zerrung oder einem Muskelfaserriss aus. Damit könnte für Hasebe die Hinrunde beendet sein und die drei restlichen Bundesligaspiele am Sonntag gegen Leverkusen, am Mittwoch in Mainz und in acht Tagen gegen die Bayern müssten ohne ihn über die Bühne gehen. Ein Schlag ins Kontor. Einen hohen Preis, den die Eintracht für diesen Betriebsausflug in die Ewige Stadt hatte zahlen müssen. 

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