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Kovac-Nachfolger Adi Hütter neuer Eintracht-Trainer

1. UpdateDer Nachfolger von Niko Kovac bei Eintracht Frankfurt steht fest. Adi Hütter kommt vom frischgebackenen Meister Young Boys Bern.

Adi Hütter
Wird neuer Eintracht-Trainer: Adi Hütter. Foto: imago

Mal flog eine Nebelkerze ganz gezielt nach England, dann nach Österreich oder landete hierzulande in Leipzig. Wenn sich der Rauch verzogen hatte, tauchten Slaven Bilic oder David Wagner auf, vielleicht auch Marco Rose oder Ralph Hasenhüttl.

Doch am Ende lösen sie sich alle in Luft auf, keiner von ihnen wird in der kommenden Saison Eintracht Frankfurt als verantwortlicher Cheftrainer anleiten. Die Fährte nämlich führt in die Schweiz, zum Schweizer Meister Young Boys Bern.

Dort arbeitet der 48 Jahre alte Coach Adi Hütter seit drei Jahren sehr erfolgreich, aber längste Zeit. Denn der Österreicher wird die Young Boys verlassen, sich der Frankfurter Eintracht anschließen und den zu Bayern München wechselnden Niko Kovac nachfolgen. Das ist ein kleiner Paukenschlag, zumindest aber eine faustdicke Überraschung. Adolf „Adi“ Hütter hatte in Frankfurt niemand auf der Rechnung. 

Mit dem Vorarlberger hat sich Fredi Bobic eingehend beschäftigt, eine Einigkeit besteht schon längere Zeit. Doch die Eintracht hat sich an Absprachen gehalten und die heikle Angelegenheit seriös behandelt. Auch um den Erfolg der Berner nicht zu gefährden: Hütter hat den Young Boys die erste Meisterschaft nach 32 Jahren geschenkt.

In der Hauptstadt ist er sehr beliebt und wird verehrt, genießt höchste Akzeptanz und Wertschätzung. In acht Tagen kann er gegen den FC Zürich sogar noch Pokalsieger werden. Das wäre das i-Tüpfelchen auf eine herausragende Saison, in dem sich die Berner gegen die wirtschaftlich übermächtigen Baseler, die achtmal hintereinander Meister waren, durchgesetzt haben. Das Verdienst von Adi Hütter und dem früheren Eintracht-Kapitän Christoph Spycher, der in Bern als Sportchef fungiert und sich nun einen neuen Cheftrainer suchen muss.

Hütter soll die Multi-Kulti-Truppe bändigen 

Doch es hatte sich angedeutet, dass der frühere Profi Hütter das Projekt bei den Eidgenossen beenden wird, obwohl er noch einen Vertrag bis 2019 hat und entsprechend von der Eintracht ausgelöst werden muss. Fragen nach seiner Zukunft beantwortete er zuletzt ausweichend, er bereitete seinen Abgang vor. Das darf nicht verwundern, denn Hütter hat nie länger als drei Jahre bei einem Verein gearbeitet, in Salzburg bei Red Bull etwa verabschiedete er sich 2015 nach nur zwölf Monaten, obwohl er das Double gewonnen hatte.

Hütter, in Hohenems geboren, konnte sich nicht damit identifizieren, dass die Salzburger ihre besten Spieler abgeben mussten. „Ich sehe mich nicht als Ausbildungstrainer“, ließ er wissen, nachdem der Verein acht Leistungsträger (interessanterweise Topspieler wie Sadio Mane, Kevin Kampl, Andre Ramalho, Peter Gulacsi, Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer) verlor.

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