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Kevin Trapp Kevin Trapp vor Rückkehr zur Eintracht

2. UpdateDer frühere Frankfurter und heutiger Pariser Torwart könnte wieder den Kasten der Hessen hüten.

Kevin Trapp
Spielte in den Planungen von Paris St Germain keine Rolle mehr: Kevin Trapp. Foto: imago

Da kommt der Däne Frederik Rönnow ins Spiel, bisher die Nummer eins zwischen den Stangen und erst zu Beginn dieser Runde für mehr als drei Millionen Euro aus Kopenhagen zur Eintracht gekommen. Der 26-Jährige hatte sich vor gut vier Wochen im Trainingslager in Gais am Knie verletzt, und Trainer Adi Hütter äußerte Bedenken: „Wenn Frederik nicht bald wieder fit wird, müssen wir uns Gedanken machen.“

Schon damals geisterte der Name Kevin Trapp durch den Stadtwald. Torwarttrainer Manfred „Moppes“ Petz unterhält seit Trapps Wechsel im Jahr 2015 noch immer beste Kontakte zum Saarländer, beide haben ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut. Der Austausch ist rege und intensiv, beide schätzen einander sehr. Auch zu Lukas Hradecky, dem Trapp-Nachfolger und Rönnow-Vorgänger, pflegt Petz ein mehr als kollegiales Verhältnis.

Hradeckys Erbe, Frederik Rönnow, hatte einen schweren Start in Frankfurt, das lag zuvorderst an seinen Knieproblemen. Aus ihnen resultierten äußerst mäßige Leistungen zu Beginn. Der Nationalkeeper wackelte in den ersten beiden Pflichtpartien, in Freiburg beim Bundesligaauftakt zeigte er aber eine solide Leistung. Und die Kniegelenke? Am Dienstag konnte er wegen Beschwerden die Trainingseinheit nicht beenden. Die Eintracht scheint nicht davon überzeugt zu sein, dass das Knie des 26-Jährigen den Belastungen der Bundesliga und der Europa League standhalten wird. Schon vor einigen Jahren fiel der dänische Nationaltorwart mit einer hartnäckigen Entzündung im Knie längerfristig aus. Ist das also seine Schwachstelle?

Sollte die Trapp-Verpflichtung endgültig realisiert werden, so scheint klar, dass die Eintracht-Verantwortlichen vielleicht nicht das allergrößte Vertrauen in Rönnows Fähigkeiten als Torwart, aber noch weniger Vertrauen in seine Kniegelenke haben. Die Frage bleibt: Hätte man das nicht erkennen können, bevor man mehr als drei Millionen Euro Ablöse bezahlt hat?

Kevin Trapp, der von Bundestrainer Joachim Löw aktuell nicht für die anstehenden Länderspiele gegen Frankreich und Peru berufen wurde, ist in Frankfurt hochgeschätzt und sehr beliebt. Nach dem Aufstieg 2012 heuerte er, aus Kaiserslautern kommend, in Frankfurt an und avancierte auf Anhieb zu einer festen Stütze. Trapper, wie er gerufen wird, setzte sich gegen den Platzhirsch Oka Nikolov durch und eroberte die Herzen der Fans.

Zwei Jahre später wurde er Kapitän, im Winter 2015 gab die Eintracht unter viel Getöse seine Vertragsverlängerung bekannt. Trapp sollte das Aushängeschild werden, er selbst schien sich dem Projekt mit Haut und Haaren zu verschreiben. Der Klub habe „Riesenpotenzial, der Verein hat etwas vor, ich glaube daran, dass hier vieles machbar ist“, sagte er. „Wir wollen nicht mehr Zwölfter, 13. oder 14. werden. Wir wollen nicht zufrieden sein zu sagen, wir sind ein Mittelklasseverein und glücklich, wenn wir nicht absteigen.“

Dann aber, nur ein Vierteljahr später, grätschte Paris dazwischen und lockte den Ballfänger mit einem Gehalt von fünf Millionen Euro. Trapp bat um seine Freigabe, die die Eintracht zähneknirschend gewährte, dafür aber immerhin knapp zehn Millionen Euro Ablöse an Schmerzensgeld einstrich. Nun scheint die alte Liaison noch einmal neu aufzuleben.

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