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Kader Eintracht Frankfurt will den nächsten Schritt machen

Wo Eintracht Frankfurt für den heißen Tanz auf drei Hochzeiten in der kommenden Saison noch nachbessern sollte.

Christian Fassnacht
Im Fokus der Eintracht: Christian Fassnacht, noch in Bern. Foto: Imago

Gute drei Monate hat Eintracht Frankfurt nun Zeit, die personellen Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Tanz auf den drei Hochzeiten möglichst lange durchhalten zu können. Immerhin werden die Eintracht-Profis bis Weihnachten 26 Pflichtspiele zu bestreiten haben, und im neuen Jahr vielleicht noch mal so viel. Dass der bisherige 28-Mann-Kader verändert wird, dass acht bis zwölf Spieler kommen und gehen werden, steht weitgehend außer Frage. Die Eintracht will den nächsten Schritt tun, will sich vorne im Klassement etablieren. Dazu muss in das Team investiert werden. Geld ist da, Pokalsieg und die Teilnahme an der Europa League spülen laut Vorstand Axel Hellmann mindestens zehn bis zwölf Millionen Euro zusätzlich in die Kasse. Ein Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro, vielleicht sogar mehr, steht für neue Spieler zur Verfügung. Wo also benötigt Eintracht Frankfurt Verstärkung?

Im Tor haben die Hessen den Abgang von Lukas Hradecky mit Frederik Rönnow aufgefangen, der für 2,5 Millionen Euro von Bröndby IF kam, wie einst der Finne auch. Er sei „ein guter Junge“, hat der Vorgänger gesagt. Rönnow, im vorläufigen WM-Aufgebot Dänemarks, ist ein genauso unbeschriebenes Blatt wie es Hradecky vor drei Jahren war. Könnte klappen. Jan Zimmermann bleibt zweiter Mann.

In der Abwehr ist die Eintracht mit David Abraham, Makoto Hasebe, Carlos Salcedo, Marco Russ zwar ordentlich besetzt. Ein überdurchschnittlicher Innenverteidiger, der zudem einen klugen Ball nach vorne spielen kann, dürfte ihr aber, auch angesichts des Alters und der Verletzunganfälligkeit von Abraham, Hasebe, Russ gut zu Gesicht stehen. Ob Simon Falette weiterhin zum abwehrenden Verbund zählt, ist offen. Zuletzt hinterließ der Franzose, der noch bis 2021 unter Vertrag steht, keinen bundesligatauglichen Eindruck. 

Auf den Außenbahnen muss die Eintracht auf jeden Fall etwas tun, da Marius Wolf (rechts) den Klub verlässt. Jonathan Bamba (St. Etienne) oder auch Christian Fassnacht vom Adi-Hütter-Klub Young Boys Bern sind als Alternativen im Gespräch. Links sind die Hessen mit Timothy Chandler und Jetro Willems zufriedenstellend aufgestellt. Ein Backup für die linke Seite wäre dennoch gut, weil Chandler ja auch auf rechts eingesetzt werden kann. Taleb Tawatha (Vertrag bis 2019) sollte sich neu orientieren. Ein Auge haben die Hessen auch auf Felix Götze (Bayern München II) geworfen, den Bruder von Mario. 

Im Mittelfeld, dort wo die strategischen Entscheidungen fallen, muss die Eintracht nachbessern. Ein Spielgestalter, einer mit Ideen und Esprit, fehlt, einer wie Kevin-Prince Boateng, nur in jung. Boateng wird bleiben, er ist als Führungspersönlichkeit unumstritten. Was mit Marco Fabian und Mijat Gacinovic geschieht, ist offen. In der vergangenen Halbserie haben beide nicht die erwartete Leistung gebracht. Jonathan de Guzman wird sein Potenzial dieses Mal über einen längeren Zeitraum abrufen müssen und hoffen, nicht wieder wegen Verletzungen aus der Bahn geworfen zu werden.

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