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Im Herzen von Europa Als Djakpa traf

Eintracht Frankfurt holt den fünften Sieg im sechsten Europapokalspiel und schlägt daraufhin sogar Bayer Leverkusen. Ein gutes Omen?

Eintracht Frankfurt
Nur fliegen ist schöner: Constant Djakpa nach seinem Treffer. Foto: imago

Marco Russ, natürlich auch damals schon dabei, hatte nach dem fünften Sieg im sechsten Europapokalspiel dieser bis dahin so missratenen Saison, nur einen Wunsch: „Hoffentlich gibt uns dieser Erfolg ein bisschen Auftrieb.“ Denn anders als aktuell kamen die Frankfurter in der Bundesliga in der Saison 2013/14 nicht so richtig auf die Beine. Die Hessen dümpelten im unteren Tabellendrittel umher, spielten nie ohne Sorgen.

Dabei wirbelten sie durch Europa. Auch das letzte Gruppenspiel, ebenfalls wie heute sportlich bedeutungslos, hatten sie recht souverän gewonnen, mit 2:0 (0:0) zwangen sie den zyprischen Vertreter von Apoel Nikosia in die Knie. Stephan Schröck, der sehr tätowierte Mittelfeldrenner und Linksverteidiger Constant Djakpa, derzeit beim Viertligisten Hessen Dreieich am Ball, mit einem feinen Freistoß hatten in der zweiten Halbzeit getroffen und alles klar gemacht. Trotzdem fand Russ die Diskrepanz zwischen Pflicht und Kür frappierend: „Wir dominieren unsere Europa-League-Gruppe, da sind wir übermächtig. Aber in der Liga kriegen wir auf die Mütze. Da sieht man, welche Qualität die Bundesliga hat. Und es zeigt uns, dass wir keine Vergleiche zwischen den Wettbewerben anstellen dürfen. Wir müssen in der Liga mehr investieren.“

Und das, obwohl der damalige Trainer Armin Veh sein Team ordentlich durchgewirbelt und eine bessere B-Elf auf den Platz geschickt hatte. Lediglich Bamba Anderson, Johannes Flum und Takashi Inui von der Stammformation spielten vor 32 400 frierenden Zuschauern, arrivierte Kräfte wie Sebastian Rode, Bastian Oczipka, Carlos Zambrano und Kapitän Pirmin Schwegler mussten nicht mal das Trikot und die Stollenschuhe anziehen, sie blieben in zivil auf der Tribüne. Auch Sonny Kittel durfte erstmals wieder mitspielen, neun Monate war er nach einem seiner vielen Kreuzbandrisse ausgefallen. Felix Wiedwald, damals wie heute Ersatztorhüter, durfte sich auf der Linie bewähren, was er auch tat. Damals wie heute aber kam er an Kevin Trapp nicht vorbei.

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