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Herber Rückschlag für die SGE Tiefschlag im Stadtwald

Eintracht Frankfurt hat im Kampf um einen internationalen Platz nach der 0:3-Pleite gegen Hertha BSC einen schweren Rückschlag erlitten. Dazu sah Hasebe nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Und Trainer Niko Kovac wurde von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin
Herber Rückschlag für die Eintracht: Gegen Hertha BSC Berlin konnten die SGE keine Punkte mitnehmen. Foto: dpa

Nach dem Tiefschlag am Samstagnachmittag hat der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic erst gar nicht lange um den heißen Brei herumgeredet. „Diese Niederlage war nicht geplant. Sie tut uns weh“, sagte er „Das war für uns negativ.“ 0:3 ist ein deutliches Ergebnis, ist ein Ohrfeige, dabei haben die Berliner, wie Bobic richtig feststellte, nur „dreimal aufs Tor geschossen.“ Doch das genügte an diesem Tag gegen matte Frankfurter.

Diese Niederlage wirft Eintracht Frankfurt im Kampf um Platz fünf oder sechs zurück, es ist ein herber Schlag, weil die Hessen in den nächsten drei Spielen zweimal auswärts antreten müssen, in München und auf Schalke. Dazu drücken die anderen Teams, wie Mönchengladbach, Berlin, Stuttgart von hinten. Es wird eng. Die Frankfurter könnten gar noch komplett aus den Europa League-Plätzen herauspurzeln. Dann wäre die Saison ganz sicher keine gute mehr – trotz Berlin.

Dazu kommt, dass die Eintracht aus den letzten vier Spielen gerade mal einen einzigen Punkt ergattert hat, die drei Niederlagen gegen Bremen (1:2), Leverkusen (1:4) und jetzt Berlin (0:3) haben den Frankfurtern zudem das Torverhältnis zerschossen. Keine guten Voraussetzung im Endspurt um die Fleischtöpfe. Und auch keine gute Zeit, sich eine Krise zu nehmen. 

Äußerst umstrittener Elfmeter 

Knackpunkt in diesem Spiel war der sehr umstrittene, gegebene Elfmeter in der 57. Minute, der Berlin in Führung brachte. Davie Selke, ohnehin eher als Provokateur aufgefallen, war im Zweikampf mit Makoto Hasebe abgehoben, Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied dennoch auf Strafstoß, schaute sich die Szene aber nach Intervention aus Köln noch einmal an. Nach dem Studium der Bilder blieb er bei seiner Meinung – was zumindest erstaunte. Und eine Fehlentscheidung war. „Selbst die Berliner, die das im Fernsehen gesehen haben, haben geschmunzelt“, sagte Bobic. Dass ein Schiedsrichter während des Spiels einen Wahrnehmungsfehler begehe, könne er verstehen, nicht aber, dass er dann, „wenn der Puls wie beim Biathlon zur Ruhe gekommen ist“, beim Betrachten der Szene in Zeitlupe bei dieser Meinung bleibe. „Die hat er exklusiv.“ Selke verwandelte den Strafstoß persönlich mitten ins Tor hinein, das Spiel war auf den Kopf gestellt und damit praktisch entschieden. Denn unstrittig war: Welches Team bei diesen warmen Temperaturen in Führung gehen würde, hätte „einen Vorteil“, wie hinterher Niko Kovac sagte. Im Übrigen hätte die Eintracht ein paar Minuten später ebenfalls Strafstoß bekommen müssen, Luka Jovic war ganz offensichtlich beim Kopfballversuch am Trikot und zu Boden gerissen worden. Matthew Leckie (77.) und der eingewechselte Alexander Esswein (90.) trafen weiterhin zum viel zu hohen Berliner Sieg.

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