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Helena Costa Augen auf bei Eintracht Frankfurt

Die Frankfurter Eintracht hat noch lange nicht ihren Bundesliga-Kader beisammen, aber wohl eine neue Scoutin.

Helena Costa
Soll für die Eintracht Spieler entdecken: Helena Costa. Foto: imago

Kann ja sein, dass Benfica Lissabon dem Bundesligisten Eintracht Frankfurt einen Korb gegeben hat. Für eine Million Euro wollten die Hessen den Verteidiger André Almeida vom portugiesischen Rekordmeister loseisen, berichtete die ortsansässige Zeitung „A Bola“, doch Trainer Rui Vitora hatte den Daumen gesenkt. Der 26-Jährige, kein Stammspieler bei Benfica, aber vielseitig verwendbar, habe zu bleiben. Aber vielleicht haben die Frankfurter auch nur mal lockeres Interesse gezeigt. In diesen Zeiten kocht die Gerüchteküche heiß.

Keine Frage ist, dass die Emissäre von Eintracht Frankfurt derzeit höchst aktiv sind und Märkte sondieren, Möglichkeiten ausloten, das Personal der Bundesligamannschaft qualitativ aufzustocken. Dazu würde passen, auch darüber berichtet eine portugiesische Onlineplattform, nämlich „record.pt“, dass Eintracht Frankfurt die eigene Scoutingabteilung verstärkt hat, und zwar mit einer Frau: Helena Margarida dos Santos Costa, sie soll Chefscout Ben Manga zuarbeiten. Die 39-jährige Portugiesin, die selbst Fußball gespielt, jahrelang Jugendtrainerin bei Benfica Lissabon, die Frauen-Nationalmannschaften von Katar und Iran betreut und kurz auch die Männermannschaft des französischen Zweitligisten Clermont Foot trainiert hat, war zuletzt Scout bei Celtic Glasgow. Elf Personen umfasst die Späherabteilung der Eintracht inzwischen. Tatsächlich muss die Eintracht sehr genau gucken, welche Spieler sie für die neue Saison holt. Viele Fehlgriffe kann sich der Klub nicht leisten, die meisten Neuen sollten schon wenigstens einigermaßen passen. Vor allem müssen die Frankfurter an zentralen Stellen noch nachbessern, zentrale Stellen sind: Abwehr, Mittelfeld, Flügel.

In der Innenverteidigung besitzen die Hessen vier zentrale Stopper, David Abraham, Carlos Salcedo, Marco Russ, Andersson Ordonez. Zumindest bei den Russ und Ordonez sind Zweifel angebracht, ob sie den Anforderungen der Bundesliga noch oder schon genügen. Die Hessen halten, siehe das Interesse am Portugiesen Almeida, dort die Augen auf.

Das eine oder andere muss auch noch im Mittelfeld passieren. Als feste Größen können bislang lediglich Marco Fabian (wenn er nicht wieder auf den rechten Flügel geschoben wird) und Gelson Fernandes gelten. Ungewiss ist, wann und in welcher Verfassung die derzeit verletzten Makoto Hasebe (ohnehin besser in der Fünferkette aufgehoben), Omar Mascarell und Marc Stendera zurückkehren. Auf Aymen Barkok, die Form der Rückrunde zugrunde gelegt, kann man im Augenblick nicht bauen. Und dass Slobodan Medojevic verletzungsanfällig ist, ist leidvoll bekannt. Ein spielstarker Akteur würde dem Team gut tun; ein Spieler, der die Offensive ankurbelt und die Spitzen (wo die Eintracht mit Sebastien Haller, Alex Meier und Branimir Hrgota gut besetzt ist) überhaupt erst in Szene setzt.

Dazu kommt: Auf den Flügeln ist die Eintracht nicht druckvoll genug besetzt: Mijat Gacinovic (der aktuell mit Serbien bei der U 21-EM am Ball ist), Danny Blum und Marius Wolf stehen zur Verfügung. Blum und Wolf waren in der abgelaufenen Saison Ergänzungsspieler, Gacinovic half im defensiven Mittelfeld aus. Ein aggressiver Flügelspieler, der die Spitzen mit Bällen füttert, ist gefragt. Ansonsten könnte es passieren, dass die Stürmer, vornehmlich der Königstransfer Sebastien Haller, in der Luft hängen.

Und die Eintracht wird nicht umhin kommen, sich von manchem Spieler zu trennen (Yanni Regäsel, Max Besuschkow, Furkan Zorba sind mögliche Kandidaten). Bis zum Trainingsstart am 28. Juni kann noch einiges passieren, bis zum Ende der Transferperiode am 31. August erst recht.

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