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Gelson Fernandes „Am Ende zählt jeder Zentimeter“

Eintracht-Spieler Gelson Fernandes spricht über den großen Traum.

03.03.18: Eintracht Frankfurt - Hannover 96 1:0
Gelson Fernandes,Dauerläufer im Mittelfeld mit dem Schalk im Nacken. Foto: Stefan Krieger

In der hektischen Schlussphase gegen Borussia Dortmund hätte Eintracht Frankfurt einen wie Gelson Fernandes gut gebrauchen können. Das Auswechselkontingent war aber erschöpft. Der erfahrene Schweizer Nationalspieler, 32, nahm das nicht krumm. Am Dienstag sprach er über ...


... die Lehren aus der Dortmunder Niederlage: Man sagt, dass die fünf Minuten nach einem eigenen Tor die wichtigsten seien, weil da die Konzentration nachlässt. Es ist das dritte Mal nach Schalke und Hoffenheim, dass wir in der Nachspielzeit Punkte verlieren. Ich hoffe, die tun uns nicht noch einmal weh.

... den kommenden Gegner Mainz 05: Sie werden um ihr Leben kämpfen, sie wollen was holen. Das wird kein Selbstgänger. Für uns geht es darum, einen Traum zu erfüllen. Mit Worten aber können wir nicht viel gewinnen. Wir haben die ganze Saison hart gearbeitet, da müssen wir auch die letzten zweieinhalb Monate richtig Gas geben. Wir werden die Niederlage reparieren.

... die Angst vor der eigenen Courage: Die haben wir nicht. Unser Kader ist groß, die Spieler sind hungrig. Die, die kommen, wollen was zeigen. Das ist unsere Stärke. Und diese Power von allen brauchen wir jetzt.

... die Enttäuschung, nicht gespielt zu haben: Zuletzt habe ich gespielt, wir haben gewonnen. Ich habe genug Erfahrung, das zu akzeptieren. Wir wollen gemeinsam etwas erreichen, ich will meinen Teil dazu beitragen. Ich spiele in einer Mannschaft mit Erfolg. Ich weiß, wie es funktioniert. Und ich muss Vorbild sein für junge Spieler.

... das Ziel Europa League: Jeder Zentimeter zählt am Ende. Du musst alles geben in den zweieinhalb Monaten. Du musst alles reinlegen, wir haben so hart gearbeitet. Schlimm ist, wenn du am Saisonende sagst: Mist, ich habe nicht alles gegeben. Aber: Es gibt immer auch einen Gegner.

... zur Krise von Sebastien Haller: Ich rede mit ihm, aber ich bin kein Stürmer. Ich kann ihm keine Tipps geben, sonst hätten wir große Probleme. Er muss und wird treffen. Wenn die Mannschaft auf meine Tore warten müsste, steigen wir ab (lacht).

... Niko Kovac: Er geht in jedes Detail. Ich muss sagen: Er hat eine Riesen-Zukunft. Was er und sein Staff machen, hat Sinn. Ich habe Spaß, unter ihm zu arbeiten. Er ist leidenschaftlich. Wenn du als Spieler diese Leidenschaft siehst, baut dich das auf. Niko macht das gut. Ich hasse Trainer, die keine Körpersprache haben.

Aufgezeichnet: Thomas Kilchenstein

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