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Friedhelm Funkel „Wir wollen den Weg mit den jungen Leute gehen“

Fortuna-Trainer Funkel über den Wechsel von Eintracht-Spieler Barkok zu den Düsseldorfern .

Duisburg 29 04 2016 Trainer Friedhelm Funkel F95 optimistisch MSV Duisburg Fortuna Düsseldorf
Friedhelm Funkel ist gespannt auf Aymen Barkok. Foto: imago

Friedhelm Funkel, das Trainerurgestein, mittlerweile schon 64, aber immer noch fit wie ein Turnschuh, bereitet sich persönlich schon auf den Trainingsauftakt mit Fortuna Düsseldorf vor. Seinen Urlaub hat er bereits beendet, bastelt nun mit Hochdruck am Kader für die neue Spielzeit, die für den Aufsteiger in die Eliteklasse eine schwierige werden könnte. Am Mittwoch holte der frühere Eintracht-Trainer einen Spieler seines alten Vereins: Der Frankfurter Aymen Barkok, 20, wechselt zunächst einmal für ein Jahr auf Leihbasis zu den Rheinländern. Im Gespräch mit der FR begründet der Rekord-Aufstiegstrainer die Entscheidung für den U20-Nationalspieler.

Herr Funkel, jetzt holen Sie der Eintracht, Ihrem alten Klub, sogar schon die Spieler weg. Erzählen Sie doch mal.
Wir waren bereits im Dezember des vergangenen Jahres an Aymen interessiert, aber damals hat die Eintracht ihn nicht gehen lassen. Für uns ist das jetzt eine schöne Sache. Und für ihn auch. Er hat die Möglichkeit, sich bei uns in den Vordergrund zu spielen. Wir haben viele junge Spieler, die einen Schritt nach vorne gemacht haben. Das trauen wir ihm zu. Aber es kann auch sein, dass er am Anfang geduldig sein muss. Das hängt von ihm ab. Ich bin gespannt, wie er sich bei uns entwickelt.

Welche Stärken und Schwächen haben Sie ausgemacht? Wie gut kennen Sie ihn denn?
Er ist ein guter Techniker, läuft sehr viel, er hat auch eine gute Größe. Okay, sein Kopfballspiel muss er sicher noch verbessern. Das hat er auch selbst gesagt. Klar ist, dass er über Potenzial verfügt. Er hat hier die Möglichkeit, den Sprung zu schaffen und häufiger zu spielen als bei der Frankfurter Eintracht. Er kommt in eine charakterlich tolle Mannschaft. Das ist sicher auch nicht unwichtig.

Er gilt aber auch als Spieler mit Defiziten, taktische Mängel sind unübersehbar, zuletzt stagnierte er in seiner Entwicklung.
Dass er nicht komplett ist, ist klar und in diesem Alter ganz normal. Welcher Spieler hat in diesem Alter keine Schwächen? Es ist die Aufgabe des Trainerteams, daran zu arbeiten und ihn zu verbessern. Wir werden sehen, wie lernfähig er ist. Und noch mal: Wann er spielen wird, liegt an ihm.

Wie sind Sie auf Barkok gekommen?
Ich kenne ja Armin Reutershahn sehr gut (war früher Assistenzcoach von Funkel in Frankfurt, seit zwei Jahren arbeitet er wieder als Co-Trainer für die Eintracht; Anm. d. Red.), wir haben uns natürlich unterhalten. Ich weiß vieles über den Spieler, aber ich will gar nicht alles wissen. Ich will ihn selbst kennenlernen und mir ein Bild machen.

Weshalb geht die Fortuna den Weg der Jugend?
Es macht einfach Riesenspaß mit den jungen Spielern, viele haben die Möglichkeit bekommen, sich hier zu zeigen. Das ist das, was wir wollen. Wir wollen die Spieler weiterentwickeln. Und das klappt oft genug. Auch Aymen hat diese Chance.

Das Vertragswerk hat es ja in sich: Leihgeschäft, Kaufoption für die Fortuna, Rückkaufsrecht für die Eintracht.
Das wird ja immer komplizierter. Aber da halte ich mich raus, das ist nicht meine Baustelle. Ich bin froh, dass er zu uns kommt und die Möglichkeit bekommen wird, Fuß zu fassen.

Nur für den alten Alex Meier haben Sie keinen Platz mehr.
Das stimmt (lacht). Wir wollen, wie schon erwähnt, den Weg mit den jungen Leute gehen. Und auf seiner Position sind wir  gut besetzt. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass Alex einen gute Verein finden wird. Er muss nur etwas Geduld haben.

Interview: Ingo Durstewitz

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