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Friedhelm Funkel „Alex kann immer was bewegen“

Friedhelm Funkel erinnert sich an 2006 und würde Eintracht-Ikone Meier mitnehmen.

Düsseldorf - Mönchengladbach
Friedhelm Funkel. Foto: rtr

Herr Funkel, wieder nüchtern nach den Feierlichkeiten vom Montag? In Düsseldorf muss ja schwer die Post abgegangen sein, wie wir gehört haben.
Es war unbeschreiblich, der absolute Wahnsinn. Das war einer der schönsten Tage in meinem Sportlerleben. Da war die Hölle los, und wir sind wirklich nach allen Regeln der Kunst abgefeiert worden. Natürlich durften wir uns auch ins Goldene Buch der Stadt Düsseldorf eintragen, und dann haben die Toten Hosen auf dem Rathausbalkon noch sieben, acht Lieder live gespielt. Das war schon beeindruckend, die Jungs mal live und aus nächster Nähe zu sehen, alles nette Typen. Campino und die anderen aus der Band haben der Fortuna ja schon geholfen, als sie in der dritten oder vierten Liga war. 

Sie sind mit der Eintracht auch aufgestiegen, damals, 2005, war es nicht ganz so frenetisch.
Das war richtig geil, aber das am Montag war noch mal eine Spur intensiver. Also, die Fortuna hat jedenfalls eine ganz schöne Strahlkraft, das merkt man. 

Und jetzt gehen Sie als alter Hase noch mal in die Bundesliga.
Ich habe richtig Bock drauf. Natürlich weiß ich, dass diese Rieseneuphorie in ein paar Monaten schon wieder verfolgen sein kann, aber wenn wir das erste Jahr überstehen, dann kann hier was entstehen. Wir wollen Typen mit Mentalität und Charakter holen, die den Kopf oben behalten, wenn wir mal vier- oder fünfmal hintereinander verlieren sollten. 

Sie könnten ja Alex Meier holen?
Nein, wir haben gesagt, wir wollen hier einen Weg mit jungen Spielern gehen. Ich schätze Alex über die Maßen, aber das können wir nicht machen. 

In Frankfurt scheint er keine Zukunft mehr zu haben. 
Das weiß ich nicht. Ich kann nicht beurteilen, was bei der Eintracht abläuft. Aber bei mir war es hier so, dass ich damals, als ich in Düsseldorf Trainer wurde, direkt Oliver Fink und Adam Bodzek zurückgeholt habe. Sie saßen vorher auf der Tribüne. Aber das sind Institutionen in Düsseldorf. Es war wichtig und richtig, sie wieder einzubinden. Und wenn ich Trainer wäre, würde ich mit Alex sprechen und ihm ein vernünftiges Angebot machen, mit dem er leben kann. Er will doch gar nicht mehr so viel verdienen wie jetzt. Aber er kann immer was bewegen. Er ist als Identifikationsfigur unheimlich wichtig.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Pokalfinale

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