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Frankfurt in Leipzig Eintracht unterliegt in Leipzig

1. Update Eintracht Frankfurt verliert in Leipzig mit 1:2, weil der Bundesligist die erste Halbzeit total verschläft und zu spät aufwacht. Ante Rebic erzielt den Treffer für die Hessen.

Leipzig gegen Frankfurt
Erst eingewechselt, dann Torschütze: Ante Rebic (m.) brachte neuen Schwung. Foto: afp

Es waren nur noch ein paar Minuten zu spielen im Leipziger Stadion, als den mitgereisten Eintracht-Fans der Torjubel im Hals stecken blieb.  Den Kopfball von Simon Falette, drei, vier Minuten vor dem Ende,  hätte Peter Gulacsi nie und nimmer erreichen können, doch der Ball klatschte ans Aluminium. Und dann hatte der Schlussmann der Leipziger nur noch Glück: Vom Pfosten nämlich prallte der Ball an seinen Rücken, dann an seine Wade – und kullerte schließlich nicht ins Tor, sondern  ins Seitenaus. Es hat schon Situationen gegeben, da hatte der Torwart die Kugel auf diese Art und Weise ins eigene Netz bugsiert. Dieses Mal war RB Leipzig mit Fortuna im Bunde, wäre der Ball im Tor gelandet, hätte es 2:2 gestanden. Womöglich wäre es des Guten zu viel gewesen für Eintracht Frankfurt.

So unterlagen die Hessen erwartungsgemäß 1:2 (0:1) – vor allem deswegen, weil sie in der ersten Halbzeit überhaupt nicht am Spiel teilgenommen und ihr Heil einfach nur darin gesucht hatten, massiert vor dem eigenen Strafraum zu stehen und die Bälle wegzuholzen. Das ist für die Bundesliga schlicht zu wenig. In der ersten Halbzeit hatten die Sachsen sage und schreibe 76 Prozent Ballbesitz. Die Frankfurter spielten erst in der letzten halben Stunde mit.

Trainer Niko Kovac hatte sein Team sehr defensiv in die Partie geschickt. „Das Konzept, das wir gewählt haben, war richtig. Man kann in Leipzig nicht schon gleich die Maske hochziehen. Nach dem Spiel kann jeder General sein“, verteidigte der Fußballlehrer seine anfängliche sehr vorsichtige Herangehensweise, räumte aber ein: „In der ersten Halbzeit waren wir zu verhalten.“  Dazu hatte er überraschenderweise Marius Wolf (statt Mijat Gacinovic) für die Startelf nominiert, auch Ante Rebic, Taleb Tawatha und Kevin-Prince Boateng blieben zunächst auf der Bank. Im vorderen Bereich sollte Daichi Kamada agieren, doch auch diese Partie machte erneut klar, dass der Japaner noch lange nicht so weit ist, in der Bundesliga mitzuhalten. Auch Wolf, der sogar durchspielen durfte, war – bis auf eine Szene – heillos überfordert.

Die Eintracht versteckte sich in den ersten 45 Minuten total. Sie agierte nur, stand nur rund um den Strafraum, bolzte die Bälle einfach nur nach vorne, wo Sebastien Haller zwar allein auf weiter Flur stand, dennoch  einmal mehr eine mehr als unglückliche Figur abgab. Das Auftreten der Frankfurter im ersten Abschnitt hatte mit Bundesliganiveau nichts zu tun, die Hessen spielten Angsthasen-Fußball. Da war keiner, der den Ball forderte, der das Spiel kontrollieren wollte, der es an sich reißen mochte. Die Hessen verkrochen sich, wirkten lange Zeit wie das Kaninchen vor der Schlange, hilflos und schlicht überfordert. „Anfangs haben wir zu defensiv gespielt“, sagte Rechtsverteidiger Timothy Chandler. „Dann haben wir gemerkt, dass das Quatsch ist.“

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