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Frankfurt gegen Leipzig Mobilmachung gegen Montagsspiel

Die Debatte um die Montagsspiele überlagert die sportliche Bedeutung der Partie Frankfurt gegen Leipzig. Fanverbände rufen zu Protest auf - in allen Formen.

19.02.2018 08:41
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Eintracht Frankfurt rechnet mit einer enorme Welle des Protests seitens der Anhänger. Foto: Jan Huebner (imago)

„Manic Monday“ am Main: Die Fans von Eintracht Frankfurt machen rund um das erste reguläre Montagsspiel der Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig (20.30 Uhr/Eurosport-Player) mobil. Dass die Partie für beide Klubs richtungweisend im Kampf um einen Platz in der Champions League ist, interessiert kaum jemanden. Alle halten vor dem „irren Montag“ den Atem an.

„Es wird eine enorme Welle des Protests sichtbar werden“, sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann der Bild am Sonntag: „Es gibt bei einem Großteil der Fans eine tiefe innere Überzeugung, dass der Montag eine Fehlansetzung ist.“ Wie groß die Furcht vor ausufernden Protesten und Ausschreitungen ist, zeigt die Vorsichtsmaßnahme Hellmanns. Der 46-Jährige wird das Spiel im Innenraum anstatt wie gewohnt in der Loge verfolgen – um notfalls schnell eingreifen zu können.

Wie genau die Proteste gegen die Ansetzung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Ende aussehen werden, ist offen. Über zahlreiche Aktionen wird spekuliert. Die „Bild“ will wissen, dass die Ultras einen Sturm auf den Innenraum planen, um eine Spielunterbrechung zu provozieren. Außerdem sollen tausende Vuvuzelas ins Stadion geschmuggelt werden. Die sollen die Pfiffe von Schiedsrichter Felix Zwayer übertönen und immer dann für Lärm sorgen, wenn ein Spieler von Leipzig am Ball ist.

Ultras fordern sichtbaren Protest

Auf ihrer Internetseite spricht die Dachorganisation der Ultras Frankfurt, „UF 97“, dagegen nur davon, „den Protest ins Stadion zu tragen“. Dort werden alle Fans der Eintracht zudem aufgefordert, „ihr Anliegen auf Tapete oder Stoff zu malen“. Die Stoßrichtung der Anhänger ist insgesamt eindeutig: gegen den Kommerz im Fußball. „Wir haben nicht vor, der DFL als stimmungsvolles Klatschvieh eine farbenfrohe und lautstarke Kulisse zu liefern“, ließ der „Nordwestkurvenrat“ wissen. Die Fan- und Förderabteilung spricht von einer „Zumutung“ und fordert ebenso sicht- und hörbaren Protest.

Wie viele Fans überhaupt im Stadion anwesend sein werden, ist ebenso offen. 43.000 Eintrittskarten wurden verkauft. Die Eintracht rechnet aber nur mit 32.000 Zuschauern.

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