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Florida Boy Muckibude und Meer

Während die Hütterschen Musterschüler im Fitnesscenter ihre Körper formen, arbeitet der Reporter fleißig an seiner Bräune.

Brandenton Beach
Am Bradenton Beach lässt es sich aushalten. Foto: Imago

Was tun, wenn der Chef unverhofft einen halben Tag frei gibt? Nun ja, da gibt es ganz verschiedene Ansätze. Jene von Profifußballern, und solche von Reportern. Fangen wir mit letzterer Spezies mal an. Die wacht am Morgen in ihrer Herberge in Florida auf, schaut aus dem Fenster und grinst. Sonne, Sonne und noch mal Sonne. Dazu schon gegen 10 Uhr knapp 22 Grad. Ach, wie herrlich.

Kurz überlegt, schnell gegoogelt, den nächsten Strand gefunden, den Laptop in die Tasche gepackt, das Navi angeschmissen, und den Mietwagen gestartet. Wenn Adi Hütter, Trainer von Eintracht Frankfurt, schon mal so gnädig zu seinen Jungs und der fast immer an deren Fersen hängenden Pressemeute ist, will das schließlich ausgenutzt werden.

Und die Profikicker? Zugegeben, genau lässt sich das nicht sagen, bis ins Schlafzimmer reicht die mediale Manndeckung dann doch noch nicht. Unwahrscheinlich aber ist es nicht, dass auch die Frankfurter Fußballer am Morgen erst einmal aus ihren Fenstern des Hotels geschaut haben, und dass auch sie Sonne, Sonne und noch mal Sonne erspähten. Was also tun, so als Berufskicker in der knapp bemessenen Freizeit während eines Trainingslagers? Vielleicht noch mal aufs Ohr hauen? Auf der Konsole zocken? In den Pool hüpfen?

Kreativität dank Erholung

Ach was, Pustekuchen. Soll ja schließlich eine erfolgreich Rückrunde werden für Eintracht Frankfurt. Die fast schon streberhafte Antwort lautet Muckibude. Welch Athleten, diese Trapps, Gacinovics, Falettes, Hallers.

Während also die Hütterschen Musterschüler im Fitnesscenter ihre Körper formen, arbeitet der Reporter fleißig an seiner Bräune. Den Golf von Mexiko vor Augen, den Duft des Meers in der Nase, den Sand von Bradenton Beach an den Füßen. Hier lässt es sich aushalten, die Schreiberei kann auch mal einen halben Tag warten. Erholungsphasen sollen schließlich die Kreativität fördern. Kaum hat dieser Gedanke das schlechte Gewissen vollends verdrängt, wird eines blitzartig klar: Auch für manch Fußballprofi scheint das ein effektives Prinzip sein.

Warum? Nun ja, weil da plötzlich drei junge Männer in roten Trainingsshirts und schwarzen Hosen auftauchen. Nur mit Handtüchern und Sonnencreme bewaffnet, das Meer vor Augen, den Sand an den Füßen. Irgendwie sympathisch, diese Rönnows, Zimmermanns und Rodes. Sie könnten glatt zur Spezies Reporter gehören.

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