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Filip Kostic Hoffnungsträger mit Makel

Filip Kostic bringt der Eintracht mehr Qualität und Variabilität in der Offensive - seine Ex-Klubs hat das aber nicht vor Abstiegen bewahrt.

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In Frankfurt erstmals am Ball: Neuzugang Filip Kostic. Foto: imago

Der neue Hoffnungsträger der Frankfurter Eintracht betrat kurz vor elf Uhr den Rasen zur ersten Übungsarbeit. Der Beifall der Kiebitze war spärlich. Dafür wurde Filip Kostic beim Gang vom Kabinentrakt aufs Übungsgelände flankiert von zwei kräftigen Sicherheitsleuten. Dem Mann sollte nichts passieren, womöglich hätte ihn jemand um ein Autogramm gebeten, es vielleicht sogar gewagt, ihn anzusprechen. Aber sprechen wollte der schnelle Stürmer zunächst nicht, allenfalls in den klubeigenen Medien. Und angesichts der kniffligen Lage bei Eintracht Frankfurt, vier Tage vor dem Start ins Ungewisse, ist es ohnehin sinnvoller, den Fokus mehr auf das Sportliche legen.

Dem Frankfurter Trainer Adi Hütter ist sichtlich ein Stein vom Herzen gefallen, dass es mit dem Wechsel des serbischen Nationalspielers, der vom Hamburger SV für zwei Jahre ausgeliehen wurde, geklappt hat. Der Transfer stand „schon länger im Raum“, meinte der Fußballlehrer nach der ersten Einheit des neuen, schnellen Mannes. „Ich bin froh, ihn zu haben. Er bringt ein zusätzliches Element in die Offensive.“ Vor allem seien die Frankfurter nun im Angriff variabler, könnten verschiedene Systeme spielen. Kostic, von Haus aus ein klassischer Linksaußen, könne auch „seitenverkehrt“ eingesetzt werden, also auf dem rechten Flügel. Dasselbe gilt für Ante Rebic. Auch er kommt lieber über die linke Seite, kann aber auch in der Mitte, hängend oder eben auf der rechten Außenbahn aufgeboten werden. Bei der WM in Russland hatte der Kroate in der Tat meist die rechte Außenbahn beackert.

Anders als Rebic ist Kostic körperlich „in einem guten Zustand“. Der 25-Jährige hat die Vorbereitung mit dem HSV absolviert, selbst als klar war, dass Kostic nicht in Liga zwei würde auflaufen wollen. Bei Rebic, der auch am gestrigen Dienstag - wie David Abraham (Pferdekuss) - nicht mit der Mannschaft üben konnte, stattdessen individuell trainierte, besteht laut Hütter zwar noch die Hoffnung auf einen Einsatz in Freiburg. Dennoch ist der Mann derzeit körperlich lange nicht bei 100 Prozent. Dazu laboriert er an einer Blessur an den Adduktoren, zudem hat er noch immer nicht ganz die Folgen eines Tritts an den Fuß aus dem WM-Finale Mitte Juli verkraftet. In der Startelf wird Rebic sicherlich nicht stehen.

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