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Felix Wiedwald Herr Wiedwald sucht sein Glück

Torhüter Felix Wiedwald kehrt aus England zu Eintracht Frankfurt zurück – dieses Mal als Nummer zwei hinter Frederik Rönnow.

Felix Wiedwald
Bald wieder mit dem Adler auf der Brust: Felix Wiedwald, hier im November 2014. Foto: rtr

Vor ein paar Monaten hat der Torhüter Felix Wiedwald im Interview mit dem Onlineportal „Deichstube“ ein paar nette Einblicke in sein neues Leben auf der Insel gegeben. Felix Wiedwald, der Norddeutsche, war vor gut einem Jahr nach England gewechselt, nach Leeds, einer Großstadt in West Yorkshire, vieles war ungewohnt für den 28-Jährigen, Linksverkehr etwa, auch die Sprache, Englisch fand der kleine Felix in der Schule nicht so prall. Doch die größte Schwierigkeit hatte der Schlussmann damit, eine geeignete Bleibe zu finden. 

Schließlich zog er vor die Tore der Stadt nach Harrogate. „Harrogate wurde in den vergangenen drei Jahren jeweils zum glücklichsten Ort Englands gewählt, hier ist sehr viel Grün. Das war früher mal ein Kurort. Wir haben es echt gut getroffen“, erzählte Wiedwald also Ende Oktober. Besonders lange konnte er die Zeit in der grünen Wohlfühloase indes nicht genießen. Ein gutes halbes Jahr später bricht er die Zelte im glücklichsten Ort Englands wieder ab, tief frustriert und mächtig desillusioniert. Doch zumindest kommt er zurück auf ein Terrain, mit dem er bestens vertraut ist. Wiedwald wird wieder Wahl-Frankfurter, zum zweiten Mal. 

Als Nummer zwei eingeplant

Der Keeper wird zu seinem alten Klub nach Deutschland zurückkehren, für den er zwischen 2013 und 2015 13 Pflichtspiele absolvierte. Die Eintracht nimmt den Mann aus Thedinghausen fest unter Vertrag, es sind nur noch Formalitäten zu klären, der Medizincheck etwa und letzte Details mit dem abgebenden Verein, Leeds United, bei dem der Profi eigentlich noch bis 2020 gebunden ist. Der Kontrakt mit dem Spieler selbst ist fix und fertig ausgehandelt und längst durchgewinkt. Dass Wiedwald an den Main zurückkehren wird, liegt vor allem an Sportdirektor Bruno Hübner, der den 1,90 Meter großen Torwächter nie aus den Augen verloren und den Kontakt nie hat abreißen lassen. Der Manager hält große Stücke auf ihn, schätzt ihn als verlässlichen und erfahrenen Schlussmann, der seinen Mann stehen wird, wenn er gebraucht wird. 

Das bewies Wiedwald, der hinter Frederik Rönnow die Nummer zwei werden soll, schon damals, als er bei der Eintracht für Stammtorwart Kevin Trapp eingesprungen war, nachdem sich dieser im Spiel gegen Mainz 05 im September 2014 einen Riss des Syndesmosebandes zuzog, operiert werden musste und monatelang ausfiel. Da schlug die Stunde für den Stellvertreter, und der machte seine Sache ausgesprochen gut. „Der Mann mit tausend Händen“, urteilte die FR Anfang Dezember 2014, nachdem er Borussia Dortmund quasi im Alleingang besiegt hatte. Auch Manager Hübner adelte ihn seinerzeit: „Weltklasse.“ 

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