Lade Inhalte...

Ex-Eintracht-Spieler Alex Meier legt Profifußball noch nicht ad acta

Alex Meier trainiert nicht mehr in Österreich bei Admira Mödling - ans Aufhören denkt er aber noch nicht.

SOCCER BL Admira training MARIA ENZERSDORF AUSTRIA 26 SEP 18 SOCCER tipico Bundesliga FC Ad
Alex Meier beim Training in Österreich. Foto: imago

In Österreich, vor den Toren Wiens, hat Alexander Meier erst einmal die Zelte abgebrochen. Seit einigen Monaten hielt sich der in Frankfurt als Fußballgott verehrte Spieler beim Erstligisten Admira Mödling fit, doch dieses Kapitel hat der 35-Jährige nun beendet. Seit einigen Tagen weilt der Stürmer in seiner Heimat, in Buchholz in der Nordheide im Norden Deutschlands verbringt er die Zeit mit seinem Hund Alf bei seinen Eltern. Ans Aufhören denkt er dennoch nicht.

Meier hatte gehofft, dass noch einmal ein Angebot aus der Bundesliga hereinflattert, doch er wartete vergeblich. „Dass nichts aus der ersten Liga kam, ist schade, aber das muss ich akzeptieren“, sagte der 35-Jährige im Gespräch mit der FR. Im vergangenen Sommer erhielt er bei der Eintracht, seinem Herzensverein, keinen neuen Vertrag und musste sich nach fast anderthalb Jahrzehnten aus Frankfurt verabschieden. Schweren Herzens.

Meier fühlt sich noch immer fit

Wochenlang war in Österreich auch darüber spekuliert worden, dass der Profi womöglich für Admira die Schuhe schnüren würde. Doch Meier entschied sich dagegen. Mödling belegt in der dortigen Bundesliga den zwölften und damit letzten Tabellenplatz. Auch Reiner Geyer, der vor einigen Wochen das Traineramt übernommen hat, konnte das Ruder bisher nicht herumreißen. Geyer ist im Rhein-Main-Gebiet ebenfalls kein Unbekannter, er war in Frankfurt gleich zweimal Assistenztrainer von Chefcoach Armin Veh.

Für Meier ist das Kapitel Profifußball aber noch nicht ad acta gelegt, er überlegt nun, seine Karriere womöglich im Ausland fortzusetzen und dann zu beenden, ein Engagement in der MLS, der Profiliga in den Vereinigten Staaten, könnte er sich gut vorstellen. Für die USA hat er ein Faible, in Florida verbringt er seit Jahrzehnten seine Ferien. „Für ein Abenteuer bin ich offen“, sagte Meier.

Und Überhaupt: Der verdienstvolle Eintracht-Spieler möchte nicht einfach so seine Kickschuhe an den Nagel hängen, das hat einen einfachen Grund: Er fühlt sich topfit, hat in Mödling kaum ein Training verpasst, sogar eifrig Sonderschichten geschoben. „Ich bin gesund, stehe voll im Saft“, befand der frühere Frankfurter Torschütze vom Dienst. „Ich will auf jeden Fall noch weiterspielen.“

Er weiß natürlich auch, dass der Zahn der Zeit an ihm nagt, im Januar wird er 36, doch so lange er sich körperlich gut fühlt, sieht er keinen Grund, seine Laufbahn vorzeitig zu beenden. Weil er den Fußball so sehr liebt, weil er noch nicht loslassen möchte, weil er fühlt, dass die Zeit dafür eigentlich noch nicht gekommen ist – trotz seines hohen Alters. Er würde von der großen Bühne aber gerne in einem entsprechenden Rahmen abtreten, Offerten aus der deutschen zweiten Liga hatte er sehr wohl, doch seine große Karriere irgendwo im Niemandsland des Unterhauses zu beenden, das widerstrebte ihm. Verständlicherweise.

In Frankfurt hat Meier nach wie vor einen Anschlussvertrag, kann zur Eintracht zurückkehren, wenn es endgültig vorbei sein sollte mit dem Profifußball. In welcher Funktion, das ist allerdings nicht geklärt. Und der Zeitpunkt, der ist ebenfalls offen.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen