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Europa League SGE ist eine Klasse für sich

Eintracht Frankfurt siegt locker und leicht 4:0 gegen Olympique Marseille und steht schon als Gruppenerster fest.

Luka Jovic
Jubel bei den Spielern von Eintracht Frankfurt: Luka Jovic hat den Führungstreffer erzielt. Foto: dpa

Auch das fünfte Gruppenspiel hat Eintracht Frankfurt wieder zu einem Festabend werden lassen. Mit 4:0 (2:0) siegten die Frankfurter am Donnerstag gegen Olympique Marseille und behalten damit weiterhin ihre weiße Weste, mit 15 Punkten führen sie die Gruppe H an. Der Sieg bringt Eintracht Frankfurt weitere 570 000 Euro. Dazu hat sich der Klub mit diesem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage von Lazio Rom bei Apollon Limassol vorzeitig den Gruppensieg gesichert. Das gibt eine weitere Million Euro an Prämie. Bislang haben die Hessen knapp sieben Millionen Euro in der Europa League eingenommen. Die Partie in zwei Wochen in Rom ist somit zu einem reinen Freundschaftsspiel geworden, die Hessen sind vom ersten Platz nicht mehr zu verdrängen. Nach den berauschenden 90 Minuten holten sich die Profis bei einer Ehrenrunde noch den verdienten Beifall ab.

„Es war eine riesige Energieleistung von uns in allen fünf Spielen“, sagte Außenverteidiger Danny da Costa: „Wir sind in jedes Spiel gegangen, als wäre es ein Endspiel. Wir können auch gar nicht anders, als immer Vollgas zu geben.“

Eintracht beherrscht Marseille nach Belieben 

Gegen Marseille war es erneut eine wahre Demonstration der Stärke. Eintracht Frankfurt beherrschte den letztjährigen Finalisten nach Belieben, ja zeitweise genossen sie regelrecht dieses Spiel, sie zelebrierten es. Klar, die Franzosen waren nicht mit ihrer ersten Elf gekommen, sie waren ohnehin schon ausgeschieden, aber was die Eintracht dennoch an Spielfreude und Kombinationslust an den Tag legte, nötigte schon Respekt ab. Es war eine Klasse für sich, zeitweise spektakulär und jederzeit unterhaltsam. Es war darüber hinaus der zehnte Sieg im elften Spiel. Die Fans sangen schon weit vor dem Abpfiff den Gassenhauer: „Europas beste Mannschaft, SGE“.

Erwartungsgemäß hatte Eintracht-Trainer Adi Hütter ein wenig rotiert, allerdings nicht im Tor, das hütete, wie immer Kevin Trapp. Auf vier Positionen hatte der Coach seine Mannschaft verändert, Simon Falette (für Evan Ndicka), Jetro Willems (für Filip Kostic), Mijat Gacinovic (für Jonathan de Guzman) und, überraschend, auch Taleb Tawatha (anstelle von Ante Rebic) kamen ins Team; erstaunlich auch, dass der etatmäßige Linksverteidiger Willems im defensiven Mittelfeld agierte. Und das tat er gar nicht mal so schlecht. 

Hochkarätige Chancen liegengelassen 

Im Grunde hätte diese Partie, die nicht mehr ganz die sportliche Bedeutung hatte, weil die Eintracht schon weiter und Marseille ausgeschieden waren, schon zur Pause entschieden sein können. Wenn die Frankfurter da mit einem 4:0, gar 5:0-Vorsprung in die Kabine gegangen wären, kein Mensch, auch kein Olympique-Fan, hätte sich ernsthaft beschweren dürfen. Die Gastgeber hatten Chancen bester Coleur liegen gelassen, und so durften sich die Franzosen glücklich schätzen, nur mit 0:2 in Rückstand zu liegen.

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