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Europa League Für Olympique Marseille nur lästige Pflicht

Der Gegner von Eintracht Frankfurt ist bereits ausgeschieden und wird wohl Spieler für die Liga schonen.

Florian Thauvin
Nationalspieler Florian Thauvin war zuletzt dreimal für Marseille erfolgreich. Foto: Imago

Es ist nicht gerade so, dass sich die Berufskicker von Olympique Marseille auf fremden Plätzen besonders wohlfühlen würden. Klar, zuletzt besiegten sie den SC Amiens, den Tabellen-16. der Ligue 1, im Norden Frankreichs locker mit 3:1. Dreimal war Topstürmer und Nationalspieler Florian Thauvin erfolgreich. Ansonsten aber ist das doch ziemlich dürftig, was die Profis von der Cote d’Azur auswärts so auf den Rasen stolpern - vor allem außerhalb Frankreichs.

In der Europa League gelangen selbst in der vergangenen Saison, die für Olympique ja bekanntlich mit der Endspiel-Teilnahme endete, nur ein Sieg auf fremden Plätzen. Bei den letzten neun Partien auf deutschem Boden war OM gar nur einmal erfolgreich.

Dass diese dürftige Bilanz gerade am Donnerstag bei der Partie gegen Eintracht Frankfurt aufgehübscht wird, ist sicher nicht unmöglich, aber doch unwahrscheinlich. Denn die Reise in die Mainmetropole ist nicht mehr als eine Durchgangsstation für die Männer vom Mittelmeer. Nach dem 3:1 gegen Amiens richteten nahezu alle Spieler bereits den Fokus auf die kommende Ligapartie am Sonntag vor den eigenen Fans gegen den Tabellenachten Stade Reims. „Es ist wichtig, dass wir gegen Reims nachlegen, um oben dranzubleiben“, sagte etwa Olympique-Kapitän Dimitri Payet. Trainer Rudi Garcia ergänzte: „Wir wollen in der Liga unter die besten Drei. Dafür müssen wir gegen Reims gut spielen.“ Kein Wort zur bevorstehenden Aufgabe im Hessenland.

Olympique-Stars bleiben wohl zuhause

Dass der französische Fußballlehrer Garcia in Frankfurt auf einige, vielleicht sogar ziemlich viele seiner Stars verzichten wird, ist fast sicher. Alles andere wäre eine große Überraschung, hat Olympique bisher doch gerade mal einen Zähler (2:2 gegen Limassol) aufs Punktekonto hieven können und ist zwei Spieltage vor Schluss in der Europa League mit nur einem Zähler ohnehin bereits ausgeschieden.

Während sich die Mannschaft das gestrige Abschlusstraining im Stadion gleich komplett schenkte (auch Lazio Rom hatte das vor einigen Wochen so gehandhabt), waren sie sich selbst im Vorstand lange Zeit uneins darüber, wer denn nun nach Frankfurt wirklich mitreisen wird und dem bei internationalen Partien üblichen Empfang in einem Frankfurter Restaurant am Abend vor dem Spiel tatsächlich beiwohnen soll. Nicht zuletzt wurde auch das Gästekontingent bei weitem nicht ausgeschöpft, 1000 Karten gingen zurück nach Frankfurt. 

Wie sagte es Stürmer Florian Thauvin so schön: „Am Sonntag wird ein wichtiges Spiel.“ Das am Donnerstag ist eine lästige Pflicht.

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