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Europa League „Alle lieben es“

Eintracht Frankfurt brennt auf Europa – und gibt sich sehr selbstbewusst.

Eintracht Frankfurt
Gut gelaunt vor dem Spiel in Marseille: Adi Hütter (rechts) und Kevin Trapp. Foto: Jan Hübner

Der Frankfurter Torwächter Kevin Trapp hat in seiner einstigen Wahlheimat gleich mal Pluspunkte im Dutzend gesammelt, zumindest bei den Reportern. Der 28-Jährige beantwortete nämlich alle Fragen auf der Pressekonferenz im Bauch des imposanten Stade Vélodrom in perfektem Französisch, ehe er sich selbst ins Deutsche übersetzte. Ein souveräner, weltmännischer Auftritt. Chapeau, Kevin Trapp. 

Am Donnerstagabend dürfte es für den Eintracht-Ballfänger, der neuerdings in rosafarbenen Handschuhen und Fußballschuhen durch den Fünfer hechtet, ungleich unangenehmer werden. Der Europa-League-Auftakt hat die Hessen gleich nach Marseille geführt zum Vorjahresfinalisten. Eine harte Nuss. Trapp, erst vor wenigen Wochen aus Paris zurück an den Main gekommen, kennt Olympique aus dem Effeff. „Sehr viel Qualität“ habe der Kader, Marseille versuche, Fußball zu spielen und habe etwa in Kapitän Dimitri Payet oder Nationalspieler Florian Thauvin „Schlüsselspieler, die den Unterschied machen können“. 

Und doch sagt der Frankfurter Schlussmann im Brustton der Überzeugung, und er klingt tatsächlich sehr entschlossen: „Wir können uns hier international beweisen. Wichtig ist, was wir auf den Platz bringen und dass wir bereit sind, zu liefern. Wir haben sehr viel Qualität. Wir sind nicht hierhergekommen, um zu schauen, wie das Spiel läuft. Wir sind hierhergekommen, um zu gewinnen.“ Das dürfte nicht ganz so leicht werden. 

Hängt aber gewiss auch von der Form und der Bereitschaft der Südfranzosen ab. Trainer Adi Hütter hat den Kontrahenten natürlich studiert und herausgefunden, dass Olympique in der zurückliegenden Europa-League-Saison die Spieler oft gewechselt hat. „Da war sehr viel Rotation“, sagt der Coach. OM habe schon am Sonntag wieder ein wichtiges Spiel bei Olympique Lyon, vielleicht werde deshalb heute der eine oder Akteur zum Einsatz kommen, der zuletzt nicht gespielt hat. Das System werde jedoch unverändert bleiben, die Franzosen treten im 4-2-3-1 an. „Die Schlüsselfrage wird sein: Mit welchem Personal laufen sie auf?“

Der Österreicher will seine Mannschaft, so oder so, nicht im reinen Zerstörermodus ins Rennen schicken. Der 48-Jährige arbeitet daran, sein Team im Kollektiv etwas weiter nach vorne zu verschieben. Das gehe nicht von heute auf morgen. Aber der Coach will beharrlich bleiben. Auch in Marseille wolle man „eine gewisse Höhe haben“, also nicht so tief stehen und den Gegner entschlossen anlaufen. „Wir werden versuchen, das zu optimieren.“ 

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