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Entwicklung Wege der Eintracht

Wie sich der Frankfurter Bundesligist quasi neu erfunden hat.

Eintracht Frankfurt - Bayern München
Frankfurter Dreigestirn: David Abraham, Ante Rebic und Sebastien Haller (von rechts). Foto: Stefan Krieger

Auch in diesem Sommer wurde rund um den Bundesligaklub Eintracht Frankfurt wieder eine Debatte über Identifikation, Zugehörigkeit und einen gewissen Grad der Entfremdung geführt – wenn auch sicher nicht so hitzig und laut wie im Jahr zuvor. „Klar ist, dass der Durchlauf in Frankfurt schneller als an anderen Standorten und die Verweildauer kürzer ist. Die Zahl der identitätsstiftenden Spieler nimmt ab, die der ausländischen Fußballer wächst“, schrieb die FR und versuchte die Situation entsprechend einzuordnen. „Selbstverständlich können Spieler aus der Fremde genauso Idole sein oder werden wie hierzulande geborene Profis. Es geht eher um Zugehörigkeit, Treue und Identifikation, um Aushängeschilder und Galionsfiguren.“ 

Die Eintracht hat aus ihrer Multi-Kulti-Truppe ein Markenzeichen gemacht, das passt zum Verein und einer toleranten, bunten Stadt wie Frankfurt, da geht es auch um kulturelle Vielfalt, Weltoffenheit und Internationalität. Mittlerweile spricht kaum noch jemand über Spieler aus fast 20 Nationen. Das Thema hat sich selbst überholt. 

Den Fans wären zwar mehr Identifikationsfiguren lieber, Typen wie Alex Meier oder Marco Russ oder auch Lukas Hradecky, das liegt in der Natur der Sache. Aber die Zeit hat sich verändert, und die Anhänger und Sympathisanten haben die veränderten Begebenheiten und Usancen der Branche angenommen, sie gewöhnen sich schnell an neue Spieler und neue Teams. Sie akzeptieren auch, dass viele Spieler Zeitarbeiter sind und nach ihrer (manchmal kurzen) Mission in Frankfurt weiterziehen. „Dass sich die Kader verändern, damit haben sich die Fans heutzutage abgefunden. Spieler wechseln schnell von A nach B. Es ist normal, dass sich die Gesichter der Mannschaften verändern“, bestätigt Sportvorstand Fredi Bobic. 

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