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Eintracht und die AfD AfD legt Beschwerde ein

Nach einem Streit zwischen Peter Fischer und der AfD hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen den Präsidenten von Eintracht Frankfurt eingestellt. Das will die Partei so nicht hinnehmen.

17.10.2018 13:42
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Eintracht-Präsident Peter Fischer. Foto: imago

AfD legt Beschwerde gegen Einstellung von Verfahren gegen Peter Fischer ein
Frankfurt a.M. (epd). Die beiden hessischen Landessprecher der AfD, Robert Lambrou und Klaus Herrmann, haben sich „erstaunt und befremdet“ über die Einstellung des Ermittlungsverfahrens wegen „des Verdachts der Volksverhetzung, der Beleidigung, der üblen Nachrede und der Verleumdung“ gegen den Eintracht-Präsidenten Peter Fischer geäußert. „Wir werden mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten gegen die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt vorgehen und zunächst in Kürze Beschwerde einlegen“, kündigte Herrmann am Mittwoch an.

Fischer hatte Ende vergangenen Jahres in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt: „Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen. Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt.“ Nach Kritik aus der AfD beharrte er in einem Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk auf seiner Position: „Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben.“

Nach den Worten von Lambrou hat die Partei erst am Dienstagnachmittag die sechsseitige Begründung der Staatsanwaltschaft zu dem Einstellungsbeschluss per Post erhalten. Sie sei nach dem Rechtsverständnis der AfD-Rechtsanwälte nicht akzeptabel. „Herr Fischer hat aus unserer Sicht Ende vergangenen Jahres mit seinen öffentlich getätigten Äußerungen die Mitglieder und Wähler der AfD massiv verunglimpft“, bekräftigte er.

Die AfD-Hessen hatte am 3. Januar Strafanzeige gegen den Eintracht-Präsidenten gestellt. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingeleitet. Es war bereits im September eingestellt worden, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag bestätigte.

Der Eintracht-Boss hatte wegen seiner Aussagen zur AfD bundesweit für Aufsehen gesorgt. Er hatte unter anderem Rückendeckung vom Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus RheinMain“, vom Landesausländerbeirat und von allen im Hessischen Landtag vertretenen Parteien bekommen. (epd)

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