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Eintracht-Trainer Niko Kovac „Ein schwerer, aber auch schöner Abschied“

Eintracht-Trainer Niko Kovac über die Taktik der Mannschaft und den Moment, an dem er von den eigenen Gefühlen überwältigt wurde - Auszüge aus der Pressekonferenz nach dem Sieg.

21.05.2018 10:34
Bayern München - Eintracht Frankfurt
Eintracht-Trainer Kovac: „stolz auf den Klub und die Fans“. Foto: Arne Dedert (dpa)

Niko Kovac, Sie verlassen Eintracht Frankfurt als Pokalsieger. Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Gefühlslage.
Ich bin froh, glücklich und stolz auf meine Jungs. Auf den Klub und die Fans, dass sie an uns geglaubt und uns unterstützt haben. Diejenigen, die uns verfolgen, wissen, dass ich gesagt habe, dass wir wieder hier in Berlin sein wollen. Wir haben es geschafft. Es geht nur, wenn man daran glaubt, denn das Denken beeinflusst das Handeln. Frankfurt kann nach 30 Jahren wieder feiern.

In der Fankurve wurden Sie dann von den Gefühlen überwältigt.
Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, der seine Gefühle zeigt und sich deshalb nicht schämt. Es waren Freudentränen der Erleichterung, da wir vor zweieinhalb Jahren einen Weg eingeschlagen und nun zu Ende gebracht haben. Einige dachten, sie können das Gute schlechtreden. Aber es kommt immer anders.

Und Sie haben mit Ihrer Taktik, ohne echte Spitze zu spielen, überrascht.
Die Taktik war ganz gut, wir haben Präsenz im Mittelfeld gezeigt. Unser Ziel war die Führung, wir hatten sehr viel Geschwindigkeit.

Ziemlich schnell war auch Ante Rebic, der beide Treffer erzielte. Wie bewerten Sie seine Entwicklung in Frankfurt?
Ante war lange verletzt, er kam aus Amerika mit der kroatischen Nationalmannschaft zurück und danach fehlte er vier, fünf Spiele. Wie wichtig er ist, haben alle in der Vergangenheit gesehen. Ich freue mich sehr für ihn. Er hat im vergangenen Jahr im Finale schon getroffen, ich glaube, Berlin liegt ihm.

Und nach dem Spiel hat Rebic Sie voller Euphorie zu Boden gerissen. Welche Strafe muss er nun fürchten?
Ich habe früher ja Judo trainiert und gedacht, dass ich stehenbleiben kann. Es hat aber nicht gereicht, weil er doch ein ziemlicher Koloss ist. Viele haben ihm unterstellt, dass er ein schwieriger Charakter und ein schlimmer Finger ist. Aber ich hatte ihn lange unter meinen Fittichen. Er ist ein ganz zahmer Bube und netter Kerl. Man muss nur wissen, wie man ihn anfasst und manchmal ein, oder auch zwei Augen zudrücken. Ich werde ihm den Rempler also verzeihen.

Bedanken müssten Sie sich aber auch bei Schiedsrichter Felix Zwayer, der trotz Ansicht der Videobeweisbilder einen klaren Elfmeter der Bayern kurz vor Schluss nicht gab.
Videobeweise sind immer sehr, sehr schwierig zu ertragen. Gerade wenn es gegen einen selbst geht. Ich bin froh, dass er die für uns richtige Entscheidung getroffen hat. Das war wohl das Glück des Tüchtigen, denn den Elfmeter kann man geben.

Welche Rolle spielt Sportvorstand Fredi Bobic bei dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte?
Es freut mich extrem für Fredi, denn er arbeitet ebenso wie Bruno Hübner Tag und Nacht. Es ist also auch ganz klar sein Erfolg. Wir haben gemeinsam Einiges geschafft und es ist doch schön, wenn es im Supercup dann gegeneinander geht.“

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal-Finale

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