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Eintracht - Leverkusen Duell der Schulen

Beim Spiel der Eintracht gegen Leverkusen trifft die drittbeste Abwehr der Liga auf den drittbesten Sturm.

TSG 1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt
Hat hinten die Aufsicht: David Abraham. Foto: Jan Hübner

Die statistischen Werte des David Abraham vom letzten Spiel bei der TSG Hoffenheim waren, höflich formuliert, eher unauffällig. Der Abwehrchef der Frankfurter Eintracht hatte ganze 18 Mal den Ball am Fuß, weniger als alle anderen Akteure, er spielte acht Pässe, davon auch noch vier zum Gegner. In 90 plus drei Minuten führte er genau sieben Zweikämpfe, als Innenverteidiger wohlgemerkt, und davon verlor er auch noch fünf. 

Reichlich unspektakulär also, und doch hatte Trainer Niko Kovac nach dem 1:1 in Sinsheim lobende Worte für den seit zweieinhalb Jahren für Eintracht Frankfurt verteidigenden Argentinier gefunden: „David räumt alles ab, er hat da hinten alles im Griff.“ Abraham sei über jeden Zweifel erhaben. Erst kürzlich nannte er seinen Kapitän „unsere Lebensversicherung“. 

Es gibt einen Grund, weshalb der 31-Jährige weniger Zweikämpfe führt als früher: Er spielt jetzt, seit bald vier Wochen, in der Mitte der Dreierkette, ist also der freie Mann im Deckungsverbund. Das war vorher anders, da verteidigte er meistens auf der halbrechten Seite und direkt gegen den Mann. Das kann er auch, der harte, feurige und pfeilschnelle Südamerikaner. Doch Kovac hat noch zwei andere solide und furchtlose Abwehrrecken, denen er vertraut und die er Abraham an die Seite stellt.

Salcedos Einsatz unwahrscheinlich

Der Vorteil liegt auf der Hand: Carlos Salcedo und Simon Falette sollen ihren Wadenbeißerdienst so gut und unerbittlich wie möglich verrichten – wenn doch einer durchkommt, ist David Abraham da, um die Situation mit seiner Schnelligkeit zu bereinigen. Aus der Mitte heraus kann er zudem als Feuerwehrmann die Brände im Keim ersticken – egal, auf welcher Seite es gerade lodern sollte. Das Dreierbollwerk hat sich bisher bewährt, seit der Partie in Mainz hat Kovac das Trio infernale in dieser Form belassen: Salcedo - Abraham -Falette.

Dieser Verbund wird am nächsten Samstag, ausgerechnet gegen das offensivstarke Team von Bayer Leverkusen gesprengt. Der Mexikaner Salcedo hat sich eine respektable Grippe eingefangen, so stark, dass er Antibiotika einnehmen muss, weswegen sein Einsatz am Wochenende sehr unwahrscheinlich ist. Das ist aus Frankfurter Sicht insofern ärgerlich, weil sich der Leihspieler von Deportivo Guadalajara von Spiel zu Spiel gesteigert hat. Gegen Hoffenheim lieferte er ein bärenstarkes Spiel ab, ließ sich nur ein einziges Mal ausspielen, dummerweise vor dem späten Ausgleich.

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