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Eintracht-Kader Bruchhagen blitzt bei Rode ab

Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen denkt immer an die Gefahr eines Abstiegs und holt sich bei ehemaligen Akteuren der Frankfurter einen Korb ab.

Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen: Keine Chance bei Rode. Foto: Stefan Krieger

Der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen kann trotz des Sieges im letzten Hinspiel nicht voller Optimismus in die Rückrunde schauen. „Der Abstiegskampf wird uns ganz lange, vielleicht bis zum Saisonende beschäftigen“, sagte Bruchhagen, der allen Traditionsvereinen empfiehlt, „das Szenario Abstieg immer im Auge zu behalten. Damit muss man stets rechnen.“ In Frankfurt sei man sich der prekären Lage bewusst.

Die Hinrunde sei für Eintracht Frankfurt enttäuschend verlaufen. „Unsere Erwartung ist nicht erfüllt worden.“ Die Halbserie sei geprägt gewesen von „großen Schwankungen“ und davon, dass „Leistungsträger nicht ihr volles Leistungsbild angeboten haben“. Das Leistungsgefälle in der Bundesliga sei signifikant größer geworden, „die Spiele gegen Dortmund, Bayern, Leverkusen und Gladbach haben Aussagekraft“. In diesen Spielen waren die Frankfurter jeweils heillos unterlegen und ohne jede Chance geblieben.

Ein Weg, um aus der Krise zu kommen, sieht der Klubchef darin, den Kader zu verstärken. Marco Fabian wird der erste Neuzugang sein, „alles spricht dafür“, sagte Bruchhagen, vor Weihnachten soll Vollzug gemeldet werden. Ein Innenverteidiger und ein weiterer Offensivspieler sollen mit ins Trainingslager reisen. Bei der Suche nach Verstärkungen sind die Hessen aber mal wieder an Grenzen gestoßen, „die zwei absoluten Wunschspieler des Trainers waren nicht zu erfüllen. Sie haben unsere Möglichkeiten überstiegen.“ Namen nannte Bruchhagen nicht. Dennoch sei genügend Geld für die notwendige Blutauffrischung vorhanden. Das liegt an den Ablösesummen für Kadlec und Inui sowie den langen Ausfällen von Flum, Kittel, Anderson und Castaignos. „Es sind sechs Kaderplätze derzeit nicht besetzt. Deshalb ist das wirtschaftlich kein Problem, wir sind im Spielraum des normalen Budgets.“

Seit Oktober drängt Trainer Armin Veh auf eine punktuelle Ergänzung des Aufgebots. Deshalb hat Bruchhagen höchstpersönlich zweimal das Gespräch mit Sebastian Rode (Bayern München) gesucht, um eine Rückkehr auszuloten. „Keine Chance.“ So sieht es auch im Fall von Sebastian Jung aus, zumindest in der anstehenden Transferperiode. „Der VfL Wolfsburg hat überhaupt keine Veranlassung, seinen Kader zu verkleinern.“ Mit Wehmut verfolgt er den Werdegang der beiden sowie von Pirmin Schwegler. „Glauben Sie ernsthaft, wir wären in eine solche Situation geraten, wenn sie noch bei uns wären?“ Doch er steht dieser Entwicklung ohnmächtig gegenüber. „Die elementaren Leistungsträger nimmt uns der Markt weg.“

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