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Eintracht gegen Leverkusen Nur im Vorwärtsgang

1. UpdateEintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen liefern sich ein faszinierendes Offensivspektakel, weil beide Teams mit offenem Visier kämpfen

Eintracht Frankfurt - Bayer 04 Leverkusen
Danny Da Costa (l) freut sich über sein Tor zum 1:0. Foto: dpa

Es lief schon längst die vierminütige Nachspielzeit, als Kevin Volland den Ausgleich zum 2:2 auf dem Fuß hatte. Eigentlich lässt sich der frühere Nationalspieler solch eine Gelegenheit nicht entgehen, gerade gegen Eintracht Frankfurt pflegt der Leverkusener Stürmer gerne zu treffen. Doch er hatte da, Sekunden vor dem Ende, die Rechnung ohne Kevin Trapp gemacht: Wie ein Panther schnellte der Torwart der Eintracht auf den Ball zu, reaktionsschnell warf er sich in den Schuss und wehrte ihn tatsächlich noch ab. Kurz darauf war eine unglaublich packende, hochinteressante Partie zu Ende: Eintracht Frankfurt hatte Bayer Leverkusen mit 2:1 (1:0) in die Knie gezwungen. „Es war ein absolut tolles Fußballspiel“, resümierte Eintracht-Trainer Adi Hütter hinterher. Und hatte absolut Recht.

Und doch war es eine letzte Volte in einem faszinierenden Spiel, dass ausgerechnet der Frankfurter Schlussmann zum entscheidenden Mann avancierte. Ein Torwart, der den Unterschied machte in einem Spiel, das hin und her wogte und gut und gerne auch 5:3 oder 6:4 hätte ausgehen können - und keiner hätte sich gewundert. „Das Spiel stand immer Spitz auf Knopf“, ließ sich hinterher Eintracht-Sportvorstand vor den Kameras von Sky aus. „Wir haben unheimlich viel Mentalität gezeigt.“

Offener Schlagabtausch

Es war ein Spiel, das man lange nicht mehr im Stadtwald gesehen hatte, ein offener Schlagabtausch zwischen zwei Mannschaften, die mit offenem Visier kämpften. Es war genau das Offensivspektakel, das sich alle von dieser Partie erhofft hatten. Abwarten? Abtasten? Verhalten? Nichts da. Von der ersten Minute an gab es für beide Teams nur eine Richtung: nach vorne, dort, wo des Gegners Tor steht. Beide Mannschaften suchten von Anfang an ihr Heil in bedingungsloser Offensive, Angriff ist die beste Verteidigung - nach diesem Motto verfuhren beide Mannschaften, und heraus kam ein feines Offensivspektakel. Es war die reine Lust, diesen beiden Teams bei der Arbeit zuzusehen, eine Demonstration mutigen, attraktiven Fußballs.

Dass beide Klubs noch am Donnerstag international unterwegs gewesen waren, fiel überhaupt nicht ins Gewicht - es wurde von Anfang an Vollgas gegeben. Vor allem die Hessen attackierten ständig, gingen immer wieder vorne drauf, ließen den Leverkusenern keine Sekunde Ruhe. „Heute haben wir ein super Spiel gemacht“, fand auch der kleine Mijat Gacinovic Gefallen an den 90 Minuten Powerfußball. „Wir haben so gespielt wie wir auch in Zukunft spielen müssen. Dann können wir jeden schlagen.“ Am Mittwoch reisen die Frankfurter, mittlerweile mit drei Punkten Vorsprung auf Platz fünf gelistet, nach Mainz, am kommenden Samstag kommt der FC Bayern München ins Stadion.

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