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Eintracht Frankfurt Vielversprechende Niederlage

Eintracht Frankfurt verliert den letzten Test im US-Trainingscamp in Philadelphia, sieht sich aber gut aufgestellt.

Philadelphia Union - Eintracht Frankfurt
Danny da Costa und Torwart Felix Wiedwald versuchen, Cory Burke von Philadelphia Union zu stoppen. Foto: dpa

Auch im fünften Versuch klappte es nicht: Eintracht Frankfurt ist erneut ohne einen Sieg aus den Vereinigten Staaten abgereist. Nach dem 1:1 in der zurückliegenden Woche gegen Real Salt Lake (und drei vergeblichen Anläufen im vergangenen Jahr) verloren die Hessen am Samstagabend ihr letztes Testspiel in den USA, der MLS-Klub Philadelphia Union behielt mit 1:0 die Oberhand. Die Hessen wussten aber  zu überzeugen. Trainer Adi Hütter zog ein positives Fazit: „Wer verliert schon gerne?“, fragte er rhetorisch, aber man müsse gerade in der Vorbereitung die Leistung als solche bewerten, und die sei in Ordnung gewesen. „Die Mannschaft hat  alles gegeben und auch wieder Mentalität gezeigt.“ 

Das Tor für die Nordamerikaner erzielte Derrick Jones (49.), vorausgegangen war ein unpräziser Pass von Torwart Felix Wiedwald in die Mitte und ein leichter Ballverlust von Jonathan de Guzman. Die Eintracht zeigte sich im Vergleich zum Salt-Lake-Test dennoch verbessert. „Das war eine Steigerung gegenüber dem letzten Spiel“, fasste Hütter zusammen. „Wir hatten einige Tormöglichkeiten, doch die letzte Entschlossenheit hat gefehlt.“ 

So war es in der Tat, der Pokalsieger spielte ganz manierlich, konnte aber seine Chancen nicht nutzen. Zweimal Daichi Kamada, Nicolai Müller, Danny Blum oder Mijat Gacinovic vergaben aussichtsreich. „Wir haben ganz gut Fußball gespielt“, urteilte Mittelfeldspieler Marc Stendera, dem die Abschlussschwäche ebenfalls aufgefallen war, ihr aber keine größere Bedeutung beimessen wollte. „Wir sind am Anfang der Vorbereitung, so viel Torschuss haben wir bisher nicht trainiert.“

Stendera selbst zeigte gegen Philadelphia eine vielversprechende Leistung, der 22-Jährige scheint gewillt, seine Chance am Schopf packen und sich doch noch durchbeißen zu wollen. „Ich versuche, 100 Prozent abzurufen“, sagte er. „Wenn etwas Gutes bei rumkommt, ist das schön.“ Der Techniker ist deutlich athletischer und drahtiger aus seinem Urlaub zurückgekehrt, hat sich schon in den Ferien fitgemacht, seine Ernährung umgestellt und vier Kilo abgenommen. Das macht sich bemerkbar. 

Vielleicht kann er sich ja doch noch einen Platz im Mittelfeld erkämpfen und den neuen Coach überzeugen. Der ursprüngliche Plan der Eintracht sah eigentlich vor, Eigengewächs Stendera auszuleihen, damit er andernorts die so eminent wichtige Spielpraxis sammeln kann. Ob die Eintracht noch mal umdenkt? 

Das Gedränge im Mittelfeld ist jedenfalls groß. Auch Gastspieler Allan Souza macht sich Hoffnung, einen Vertrag zu ergattern. Der Brasilianer, angestellt beim FC Liverpool, hat sein Potenzial angedeutet und Duftmarken hinterlassen. Coach Hütter würde den 21-Jährigen gerne noch etwas länger im eigenen Zirkel beobachten. Die Formalitäten müssen mit den Engländern abgeklärt werden.

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