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Eintracht Frankfurt und Europa Die große Sehnsucht

Eintracht Frankfurt und die Lust auf Europa.

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Nur Fußball im Kopf: Eintracht Frankfurt hat klare Vorstellungen von der Zukunft. Foto: AFP

Im Vergleich zur Champions League fällt die Euro League dennoch ab, die Königsklasse absorbiert den Glanz und die Aufmerksamkeit – und somit auch die monetäre Zuwendung. „Die Uefa würde sich einen Gefallen tun, wenn sie die Europa League ökonomisch weiter aufwertet“, betont Hellmann. Die Eintracht würde davon profitieren, ein Einzug in die Europa League sollte immer wieder mal drin sein, die Champions League scheint indes noch in weiter Ferne. 

Fast genauso weit weg wie ein Verein wie Schalke 04. Mittelfristig sei ein Konkurrent dieses Kalibers kaum einzuholen. „Schalke hat sich auf ein Umsatzniveau von 200, 250 Millionen Euro aus dem laufenden Geschäft heraus gebracht. Wir stehen bei einer Größenordnung von 150 Millionen“, rechnet Hellmann vor und konkretisiert: „Diese 100 Millionen Euro Unterschied im Umsatz bedeuten 30, 40 Millionen Euro Unterschied, die in den Kader gesteckt werden können.

Mindestens. Wenn wir also mit einem Budget von 50 Millionen Euro an den Start gehen, hat Schalke 90 Millionen zur Verfügung – ohne Champions League.“ Das könne man nicht mit einem internationalen Jahr kompensieren. „Das bedeutet, dass man über fünf, sechs, sieben, acht Jahre eine permanente Teilnahme am europäischen Geschäft vorweisen muss, um die Umsatzerlösstruktur so weit nach oben anzupassen, dass man da wettbewerbsfähig ist.“ 

Für einen Verein wie die Eintracht, der sich über die Liga nur einmal (2014) innerhalb von mehr als zwei Dekaden für den internationalen Wettbewerb qualifizieren konnte, scheint dieses Szenario nicht in greifbarer Nähe. 

Daran ist auch die finanzielle Spreizung innerhalb der Liga schuld. „Diese Tendenz wird sich weiter verstärken, wenn es bei der Verteilung der Erlöse, die es in diesen Sonderwettbewerben – perspektivisch auch einer Klub-WM – gibt, nicht zu einem solidarischen Ausgleich kommen sollte.“ Alleine könne ein Klub wie die Eintracht da nichts ausrichten. „Sechs, sieben, acht, neun anderen Vereinen geht es ähnlich, wir spielen jedes Jahr unsere eigene Meisterschaft hinter den Topklubs aus. Wir müssen uns untereinander stärker organisieren, um Umverteilungen der Erlösströme voranzutreiben.“ Da ist aber eher der Wunsch Vater des Gedanken. 

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