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Eintracht Frankfurt Trainingslager Wiederholung verboten

Die Eintracht arbeitet intensiv - und macht nicht den Eindruck, dass ihr ein ähnliches Schicksal wie in den vergangenen Jahren blühen könnte.

Abraham und de Guzman
Zurück im Mannschaftstraining: David Abraham (rechts) im Duell mit Jonathan de Guzman. Foto: hübner

Es ist nicht gerade ungewöhnlich, dass Ante Rebic auf dem Fußballplatz keine Freunde kennt. Der kroatische Vizeweltmeister haut sich eigentlich immer rein. Stürmt er auf seine Gegenspieler zu – mit leicht gesenktem Kopf, langen Schritten, hohem Tempo -, dann zuckt manch einer auch mal weithin sichtbar für einen kurzen Moment zusammen. Ante Rebic, dieser Mann aus Split, bekam nicht umsonst in den vergangenen Monaten von den Medien Spitznamen wie Büffel, Abrissbirne oder Wuchtbrumme verpasst. Die hatte er sich redlich verdient.

So dürfte es also auch niemanden mehr überraschen, wenn der Angreifer mit dem kurzgeschorenen Haupt unter Floridas Sonne grätschend auf seine Mitspieler zufliegt. Wenn er Sebastien Rode mit gestrecktem Bein auf dessen Fußspitze erwischt. Wenn er Jetro Willems im Trainingsspielchen mit beiden Armen bearbeitet, ihn mit dem Ellenbogen unabsichtlich in der Magengrube trifft. Wenn er Goncalo Paciencia das blaue Leibchen einreißt. Nein, das überrascht nun wirklich niemanden mehr. Ein Klaps auf die Schulter, und die Situationen sind erledigt, abgehakt, bereinigt. Man kennt das ja von Ante Rebic.

Zumal der 25-Jährige nur einer unter vielen ist. Bei Eintracht Frankfurt geht es im Trainingslager auf US-amerikanischem Boden mächtig zur Sache. „Wir sind gut dabei“, sagt Sebastian Rode. „Wir arbeiten hart“, ergänzt Torhüter Kevin Trapp. „Es ist anstrengend, aber wir trainieren sehr konzentriert“, findet der Älteste der Reisegruppe, der Japaner Makoto Hasebe. Einig sind sie sich jedenfalls allesamt, die Kicker vom Main.

Und tatsächlich, die Aussagen der Frankfurter Spieler, die in dieser oder zumindest ähnlicher Form wohl bei jeder Vorbereitung und bei jedem Verein dieser Welt getätigt werden, sind keineswegs aus der Luft gegriffen. Adi Hütter, Trainer des Bundesligasechsten, fordert diese hohen Zweikampfintensität von seinen Mannen ein. Das macht er schon die ganze Saison, natürlich auch daheim im Frankfurter Stadtwald, das macht er jetzt, an der Westküste Floridas, aber noch ein bisschen eindrücklicher als sonst.

Wann sich das zeigt? Eigentlich in jeder noch so kleinen Übungsform. Die Einheiten des Fußballlehrers aus Österreich sind allesamt nach einem ähnlichen Muster gestaltet. Fast immer eineinhalb Stunden lang, beginnend mit einer viertelstündigen Aufwärmphase bei den Konditionstrainern.

Anschließend kein langes Abwarten, stattdessen Volldampf. Auf kleinen Feldern, etwa 20 mal 30 Meter groß, treten die Spieler gegeneinander an. Mal im Sechs gegen Sechs, dann in Über- und Unterzahlsituationen. Laut geht es dann zu, Anweisungen in englisch mischen sich mit deren in spanisch und französisch. Auf das „Go, go, go“ von Jonathan de Guzman folgt das „Allez Seb“, von Trapp in Richtung seines stürmenden Kollegen Haller. Und schweißt Luka Jovic mal wieder einen Ball in den Winkel - fast schon Alltag für den Serben, der gefühlt von Tag zu Tag besser wird - hat selbst Chef Hütter mal ein Lob parat: „Bravo Luka“.

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